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STADA reicht öffentliches Übernahmeangebot für 100% der Hemofarm-Aktien ein - Unternehmen gewinnt Zugang zu weiteren wichtigen Wachstumsmärkten in Osteuropa
Die STADA Arzneimittel AG will die serbische Pharmagruppe Hemofarm a.d., Vrsac, Serbien, vollständig übernehmen. STADA wird dazu heute, am 14.07.2006, in Serbien bei der serbischen Wertpapierkommission ein öffentliches Übernahmeangebot für alle 3,3 Mio. Aktien des seit 2002 an der Belgrader Börse gelisteten Unternehmens einreichen. Das Management von Hemofarm begrüßt das Übernahmeangebot von STADA.

Im Rahmen dieses auf 21 Tage ab Veröffentlichung befristeten Übernahmeangebots bietet STADA 12.345 CSD (zurzeit ca. 146,97 EUR) je Hemofarm-Aktie. Dies entspricht einem Gesamtkaufpreis für 100% der Hemofarm-Aktien von insgesamt ca. 40.739 Mio. CSD (zurzeit ca. 485 Mio. EUR).

Die Durchführung des Übernahmeangebots bedarf noch der Genehmigung der serbischen Wertpapierkommission sowie der zuständigen Kartellbehörden. Des Weiteren wird das Übernahmeangebot nur dann wirksam, wenn mindestens 67% der Aktien im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots verkauft werden.

"Mit dem Erwerb dieses bedeutenden Generika-Anbieters setzt STADA die Expansion in internationale Wachstumsmärkte fort," so Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender von STADA. "Mit der Übernahme von Hemofarm erschließen wir uns weitere wichtige Märkte in Osteuropa und verstärken unsere Produktions- und Entwicklungskapazitäten auf erstklassigem Niveau an Standorten, die unter Kosten- und Steuergesichtspunkten hochattraktiv sind."

Bereits im Vorfeld des Übernahmeangebots hat STADA mit verschiedenen Anteilseignern, darunter institutionelle Investoren sowie Mitglieder des Hemofarm-Managements, vertragliche Vereinbarungen getroffen, nach denen diese im Rahmen des Übernahmeangebots ihre Aktien an STADA verkaufen werden. Damit ist vertraglich vereinbart, dass STADA Zugriff auf mindestens 59% der Anteile von Hemofarm hat. Sofern STADA im Rahmen des Übernahmeangebots mindestens 95% der Aktien von Hemofarm erwerben kann, strebt STADA aus heutiger Sicht an, im Rahmen des Squeeze-Out-Verfahrens nach serbischem Recht die dann noch ausstehenden Anteile ebenfalls zu erwerben und so in den Besitz von 100% der Hemofarm zu gelangen.

STADA wird die Akquisition über bestehende Kreditlinien finanzieren. Eine Kapitalerhöhung ist zur aktuellen Finanzierung nicht erforderlich. Das operative Ergebnis wird durch die Akquisition voraussichtlich nicht beeinträchtigt, da voraussichtlich bereits ab 2007 der Ergebnisbeitrag von Hemofarm den Zinsaufwand sowie die Abschreibungen überschreiten wird. Durch die optimale Nutzung der neu hinzukommenden Produktionskapazitäten im STADA-Konzern, eine kosteneffiziente Abstimmung der laufenden Entwicklungsprojekte sowie Skaleneffekte bei Beschaffung und Produktion rechnet STADA zudem ab 2007 mit Synergien in signifikanter Höhe.

"Die Übernahme von Hemofarm ist für STADA ein strategisch wichtiger und wertsteigernder Schritt, der aus heutiger Sicht bereits 2007 einen positiven Beitrag zum Konzerngewinn von STADA leisten kann," betont Retzlaff. "Hemofarm arbeitet als börsennotiertes Unternehmen nach internationalen Standards und verfügt über moderne GMP-zertifizierte Produktionsstandorte. Herausragend sind auch die Entwicklungskapazitäten von Hemofarm, die auch in Zukunft eine ausgezeichnet gefüllte Produktpipeline sicherstellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und hochqualifizierten Team", so Retzlaff weiter.

Hemofarm ist ein bedeutender osteuropäischer Generikaanbieter. In 2005 steigerte Hemofarm den Umsatz in lokaler Währung um ca. 30% auf 17.261,2 Mio. CSD (zurzeit ca. 205,5 Mio. EUR). Der Konzerngewinn einschließlich Anteile Dritter konnte im gleichen Zeitraum in lokaler Währung um ca. 89% auf 2.289,9 Mio. CSD (zurzeit ca. 27,3 Mio. EUR) erhöht werden. Das Management von Hemofarm geht davon aus, den Wachstumskurs von Hemofarm auch in Zukunft fortsetzen zu können.

Der vertriebliche Schwerpunkt von Hemofarm liegt in Osteuropa. Im Heimatmarkt Serbien wie auch in Montenegro ist Hemofarm klarer Marktführer des jeweiligen nationalen Pharmamarktes; in diesen beiden Märkten wurden in 2005 insgesamt 62% der Umsätze von Hemofarm erzielt. Weitere bedeutende lokale osteuropäische Märkte für Hemofarm sind die GUS-Staaten, insbesondere Russland, sowie Bosnien-Herzegowina und Rumänien. Weltweit war Hemofarm in 2005 mit 27 Tochtergesellschaften in elf Ländern vertreten und beschäftigte per Ende 2005 3.625 Mitarbeiter. Zurzeit verfügt das Unternehmen über fünf Produktionsstandorte in verschiedenen osteuropäischen Ländern.

Zusammenfassend kommentiert STADA-Chef Retzlaff die angestrebte Übernahme mit folgenden Worten: "Die Gleichung ist einfach: STADA + Hemofarm = Wertschöpfung in Wachstumsmärkten."

Veröffentlichungsdatum: 14.07.2006 - 08:33
Redakteur: rpu
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