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HV-Bericht GSC Info und Beteiligungen AG - Effecten-Spiegel beteiligt sich mit 25 Prozent und ist nun der größte Aktionär

Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der GSC Info und Beteiligungen AG fand am 24.4.2010 im Hotel NIKKO in Düsseldorf statt. Etwa 30 Aktionäre und Gäste hatten sich dort versammelt, darunter Matthias Wahler für GSC Research, um sich über die Ursachen für die katastrophale Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 und die Hintergründe für den Einstieg der Effecten-Spiegel AG zu informieren.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Stephan Gerken eröffnete die Versammlung um 14 Uhr und begrüßte alle Erschienenen. Er teilte mit, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Guido Schmitt beruflich verhindert ist, weshalb er selbst nun die Ehre habe, die Versammlung zu leiten. Nach der Erläuterung der Formalien und der Vorstellung der drei Vorstandsmitglieder Matthias Schrade, Alexander Langhorst und Thomas Mariotti übergab Herr Gerken das Wort an den Vorstandsvorsitzenden.


Bericht des Vorstands

Eingangs informierte Herr Schrade nochmals über die Struktur der GSC-Gruppe. Die GSC Info und Beteiligungen hält demnach jeweils 100 Prozent an der GSC Research GmbH, in der die Bereiche Content, Kapitalmarktkommunikation und Kapitalmarktinformation angesiedelt sind, und an der GSC Financial GmbH. Letztere firmierte bis vor kurzem unter GSC Index GmbH. Deren Geschäftszweck stellte sich allerdings als unrealistisch heraus, und sie wickelt nun unter neuem Namen innerhalb der Gruppe das Provisionsgeschäft ab.

Schwerpunktmäßig betrifft dieses die 50-prozentige Beteiligung an der neu gegründeten GSC Value Management GmbH, die sich auf die Beratung des in Kürze startenden Nebenwertefonds GSC Value One konzentriert. An dieser Gesellschaft ist die GSC AG mit 50 Prozent beteiligt. Die GSC Portfolio AG ist, wie Herr Schrade explizit betonte, keine Tochtergesellschaft. Es besteht lediglich ein Beratungsvertrag mit dieser Beteiligungsgesellschaft.

Das Hauptgeschäftsfeld von GSC ist Herrn Schrade zufolge nach wie vor die Kapitalmarktkommunikation, die in erster Linie Studien, Interviews und HV-Berichte umfasst und die im Geschäftsjahr 2009 rund 64 (Vj.: 60) Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe beitrug. In absoluten Zahlen reduzierten sich die Erlöse hingegen um 21 Prozent auf 250 (318) TEUR. Wichtig war dem Vorstand der Hinweis, dass keine Abhängigkeit von Einzelkunden besteht. Der größte Kunde trägt nicht einmal 6 Prozent zu den Erlösen bei.

Aktuell bestehen laut Herrn Schrade 20 Coverage-Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen mit soliden Unternehmen wie Mensch und Maschine Software SE, GESCO AG oder Essanelle Hair Group AG. Für das laufende Jahr geht der Vorstand in der Kapitalmarktkommunikation zumindest von einem leichten Wachstum aus. Zwar hat sich das Kapitalmarktumfeld inzwischen aufgehellt, und in den letzten Wochen konnten einige Neukunden gewonnen werden, es gibt aber durchaus noch einige Unwägbarkeiten, weshalb Herr Schrade lieber vorsichtig plant.

Im Geschäftsbereich Content, der die Vermarktung von Inhalten im Paket an Dritte umfasst, brachen die Erlöse um 31 Prozent auf 91 (131) TEUR ein. Der Hauptgrund dafür war die deutlich gesunkene Auflage des Börsenbriefs „nebenwerte insider“, bei dem die Vergütung teilweise an die Auflage gekoppelt war. GSC hat den Vertrag mit dem FID Verlag deshalb zum 31.3.2010 gekündigt und inzwischen mit dem „nebeneffectenBrief“ ein eigenes Produkt gelauncht, auf das Herr Schrade später noch näher einging.

Bereich Nummer drei ist das Provisionsgeschäft, in dem sich die Erlöse auf 25 (48) TEUR fast halbierten. Der relative Umsatzanteil schrumpfte auf 6,8 (9,5) Prozent. Hier belastete das sehr schwierige Börsenumfeld und außerdem der vorübergehende krankheitsbedingte Ausfall des Vorstandsvorsitzenden. Außerdem fehlte die Provision, die im Erfolgsfall von der GSC Portfolio AG gezahlt worden wäre.

Eben deswegen zeigte sich Herr Schrade diesen Bereich betreffend recht zuversichtlich für das laufende Jahr. Mit dem steigenden Volumen der GSC Portfolio AG und dem Start des Nebenwertefonds GSC Value One sollte sich hier erhebliches neues Potenzial ergeben. Darüber hinaus rückt bei der GSC Portfolio AG die Zahlung einer Performance Fee in greifbare Nähe. Dies wertet der Vorstandsvorsitzende als besonders erfreulich, weil diese Beträge praktisch eins zu eins ins Ergebnis eingehen.

Dem Bereich Finanzmarktkommunikation, in dem die Abonnements und die Einzelabrufe von Berichten auf der Website zusammengefasst sind, kommt nach wie vor nur untergeordnete Bedeutung für GSC zu. Mit einem Umsatzminus von „nur“ 11 Prozent wirkte dieses Geschäft im vergangenen Jahr aber sogar stabilisierend. Größeres Potenzial sieht Herr Schrade in diesem Bereich auch für die Zukunft nicht.

Das finanzielle Ergebnis des Jahres 2009 bezeichnete Herr Schrade unumwunden als Katastrophe. Der Umsatz brach um ein Viertel auf nur noch 391 (526) TEUR ein und damit auf den tiefsten Stand seit vielen Jahren. Und das operative Ergebnis (EBITDA) rutschte aus den genannten Gründen mit minus 96 (plus 29) TEUR tief in den roten Bereich; auch dies bedeutete den schlechtesten Wert seit acht Jahren.

Hinzu kommt noch ein außerordentlicher Aufwand von 65 TEUR aus der Abschreibung infolge der Insolvenz der Vitro Laser AG und auf die Bridgefinanzierung der RFID SI AG. Per Saldo steht deshalb ein Jahresergebnis von minus 173 (plus 15) TEUR zu Buche. Dank der letzten Kapitalerhöhung, mit der sich das Grundkapital um 200 auf 700 TEUR erhöhte, steht die Bilanz mit einem Eigenkapital von 92 (65) TEUR bei einer Bilanzsumme von 183 (123) TEUR dennoch solide da.

Mit der Kapitalerhöhung hat sich die Aktionärsstruktur verändert. Der größte Aktionär ist nun mit einer Beteiligung von 25 Prozent die Effecten-Spiegel AG, und das Management nimmt mit 18 Prozent nur noch den zweiten Rang ein. Etwa 10 Prozent halten feste und freie Mitarbeiter, weitere 3 Prozent liegen beim Aufsichtsrat und die übrigen 44 Prozent bei anderen Finanzinvestoren, von denen die größten im Geschäftsbericht aufgelistet sind.

Die vor einem Jahr genannten Ziele, den Umsatz trotz des schwierigen Umfelds zumindest auf Vorjahreshöhe zu halten und ein positives Konzernergebnis zu erzielen, wurden damit bei weitem verfehlt. Auch die Erwartung, dass er mit dieser Hauptversammlung ein vertraglich gesichertes Umsatzvolumen von 400 TEUR präsentieren könnte, musste Herr Schrade aufgeben. Er sieht diesen Wert derzeit eher in einer Range zwischen 200 und 250 TEUR.

Erreicht wurde hingegen das Ziel, die Zahl der Coverage-Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen auf mindestens 20 Firmen auszubauen. Dies verdankt GSC nach Überzeugung von Herrn Schrade vor allem dem hervorragenden Analystenteam. Speziell hob er hier Klaus Kränzle hervor, der nun schon mehrmals eine Auszeichnung erhalten hat. Vor kurzem wurde außerdem Roland Pumberger unter die besten Analysten in Österreich gewählt.

Ebenfalls gelang es, das verwaltete Portfoliovolumen organisch auf mehr als 2 Mio. Euro auszubauen. „Das war vor einem Jahr sicherlich nicht zu erwarten“, fügte Herr Schrade an. Immerhin zwei von fünf Zielen wurden also trotz sehr widriger Marktbedingungen erreicht. Im Übrigen zeigte sich der Vorstandsvorsitzende überzeugt, dass sich die Situation nach der Durchführung der Kapitalerhöhung und dem Einstieg des Effecten-Spiegel als strategischem Investor nun nachhaltig verbessern wird.

Im ersten Quartal 2010 konnte laut Herrn Schrade immerhin wieder ein Umsatzanstieg um 10 Prozent auf 121 TEUR erzielt werden, obwohl die neuen Produkte noch keinerlei Beitrag leisteten. Das operative Ergebnis liegt mit minus 13 (minus 26) TEUR zwar noch im Minus, und auch netto steht mit minus 20 (minus 30) TEUR ein Verlust zu Buche. Zum Teil resultiert dies allerdings aus Anlaufeffekten, denen noch keine Erlöse gegenüberstehen. Die liquiden Mittel und Wertpapiere stehen mit 78 TEUR in der Bilanz.

Herr Schrade sprach dann noch einige Worte zu den neuen Projekten und begann mit der GSC Value Management GmbH. Diese Gesellschaft wurde am 7.1.2010 als 50:50 Joint Venture mit der Dickemann Capital AG gegründet, über die der in Nebenwertekreisen bekannte Jürgen Dickemann ein Volumen von rund 20 Mio. Euro verwaltet. Herr Dickemann war Herrn Schrade zufolge bis vor einigen Jahren Vorstand der Deutsche Balaton AG und verfügt über viel Erfahrung im Nebenwertebereich.

Am 5.5.2010 startet nun ein gemeinsamer Fonds, der sich auf Nebenwerte im deutschsprachigen Raum fokussiert. Als Partner konnte die AmpegaGerling Investment GmbH gewonnen werden, eine der größten deutschen Kapitalanlagegesellschaften mit einem verwalteten Volumen von über 75 Milliarden Euro. Wichtig war Herrn Schrade, dass AmpegaGerling dennoch kein Konkurrenzprodukt im Hause hat. Als gutes Zeichen wertet er überdies, dass das Institut nochmals zu einer Zusammenarbeit bereit war, obwohl vor einigen Jahren ein ähnliches Projekt wegen diverser Schwierigkeiten gescheitert war.

Beim „nebeneffectenBrief“ ist Herrn Schrade zufolge die Internetseite nun online gegangen. Der neue Börsenbrief soll nämlich nicht nur monatlich als Printausgabe herauskommen, sondern auch kräftige Unterstützung durch ein umfassendes Online-Angebot erhalten. Ein Blog und Twitter wurden bereits eingebunden, und der Vorstand will für die Verbreitung auch stark auf virales Marketing setzen. Im Übrigen wies Herr Schrade darauf hin, dass Abonnenten bis zum 15. Mai 2010 noch ein vergünstigtes Einstiegsangebot erhalten.

Obwohl sie im vergangenen Jahr großteils verfehlt wurden, präsentierte Herr Schrade im Folgenden auch wieder Ziele für 2010. Zunächst steht hier ein Umsatzanstieg auf der Agenda, den der Vorstandsvorsitzende aber bewusst nicht näher beziffern wollte. Außerdem geht er davon aus, dass die Gruppe nach Abarbeiten weiterer Anlaufeffekte im zweiten Quartal 2010 ab der zweiten Jahreshälfte wieder nachhaltig schwarze Zahlen schreibt. Dass dies auch im Gesamtjahr gelingt, sah er indes nicht als sicher an.

Der Research-Bereich soll weiter ausgebaut werden. Bis zur nächsten Hauptversammlung will der Vorstand die Zahl der Coverage-Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen auf mindestens 24 Firmen steigern. Außerdem plant er inklusive des neuen Fonds die Ausweitung des verwalteten Volumens auf 5 Mio. Euro, was vom derzeitigen Stand von etwa 2,3 Mio. Euro mehr als eine Verdoppelung bedeutet. Insbesondere diese Zahl sieht Herr Schrade als sehr wichtig an, da die daraus resultierenden Provisionseinnahmen praktisch eins zu eins ins Ergebnis eingehen. Als letztes Ziel nannte Herr Schrade schließlich, bis zur nächsten Hauptversammlung mindestens 500 Abonnenten für den „nebeneffectenBrief“ zu gewinnen.

Als Marktführer im Bereich der Information zu deutschen Nebenwerten und mit dem umfassenden Mitarbeiternetzwerk und Know-how-Pool sieht Herr Schrade GSC insgesamt gut aufgestellt. Die Analystenpreise der letzten Zeit untermauern den guten Namen, und ein hoher Bekanntheitsgrad ist zweifellos gegeben. Zudem verwies er auf die breite Kundenbasis im Bereich der Emittenten und das nun startende eigene Printmedium mit allerhöchsten Ansprüchen. Überdies eröffnen die GSC Portfolio AG und GSC Value One die Chance auf skalierbare Erträge. Herr Schrade zeigte sich überzeugt, das sich bietende Potenzial nun endlich auch nutzen zu können.

Im Anschluss trat noch kurz Herr Mariotti ans Rednerpult und teilte mit, dass er sein Vorstandsmandat mit dem Ende der Hauptversammlung aus persönlichen Gründen niederlegen wird. Der Aufsichtsrat hat deshalb auch schon Alexander Langhorst neu ins Team berufen, womit der Vorstand weiterhin aus zwei Personen besteht.


Allgemeine Aussprache

Die einzige Wortmeldung kam von Rechtsanwältin Marion Kostinek als Vertreterin der Investors Communication Group (ICG). Sie begrüßte die unter TOP 6 vorgeschlagene Umfirmierung in „GSC Holding AG“, da dieser Name ihrer Meinung nach die Aufgabe der Obergesellschaft viel besser darstellt. Herr Schrade gab ihr Recht, dass dieser Schritt vielleicht schon länger hätte gegangen werden sollen, nachdem das operative Geschäft ausschließlich in den Tochtergesellschaften stattfindet.

Die Ansicht von Frau Kostinek, dass sich GSC im letzten Jahr praktisch neu erfunden hat, teilte Herr Schrade indes nicht. Unverändert ist es schließlich das Kerngeschäft, den Markt zu selektieren und die Ergebnisse zu publizieren, und auch im Asset Management ist die Gesellschaft schon länger tätig. Mit dem neuen Börsenbrief und dem Start des GSC Value One wird das Geschäft nun lediglich noch ausgeweitet.

Die von der ICG-Vertreterin befürchtete Konkurrenzsituation zwischen der GSC Portfolio AG und dem Fonds sah der Vorstandsvorsitzende nicht. Zwar wird es sicherlich bei einigen Aktienanlagen Überschneidungen geben, Herr Schrade sieht die Beteiligungsgesellschaft jedoch eher als Alternative zum Fonds, und jeder Investor muss für sich abwägen, welche Punkte ihm wichtiger sind.

So kann die GSC Portfolio AG auch längerfristig in recht illiquide Werte investieren, ohne befürchten zu müssen, dass die Anleger das Geld abziehen. Der Fonds hat hingegen den Vorteil, dass die Anteile jederzeit veräußert werden können, was bei einer Aktie nicht zwingend immer der Fall ist. Im Übrigen investieren größere institutionelle Investoren grundsätzlich nur in Fonds, aber nicht in kleine Beteiligungsgesellschaften.

Mit dem präsentierten Ergebnis zeigte sich Frau Kostinek natürlich alles andere als glücklich. „Es ist schon sehr dicke gekommen im vergangenen Jahr“, formulierte sie dies. Ihr gefiel jedoch, dass der Vorstandsvorsitzende die Misserfolge im Geschäftsbericht zumindest beim Namen genannt hat. Positiv wertete sie zudem, dass die Zahl der Coverage-Verträge in dem schwierigen Umfeld auf 20 ausgebaut werden konnte. „Das habe ich nicht erwartet“, konstatierte sie.

Weiterhin bat die Rechtsanwältin um eine Aussage, wie viele Hauptversammlungen GSC wohl in diesem Jahr besuchen und darüber berichten wird. Wie Herr Schrade erklärte, hängt diese Zahl in erster Linie davon ab, wie viele HV-Reporter zur Verfügung stehen. Derzeit befindet sich GSC auf der Suche nach neuen freien Mitarbeitern, die qualitativ hochwertige Berichte verfassen können. Insofern könnte es sein, dass die angestrebte Zahl von 1.000 Hauptversammlungen nicht ganz erreicht wird.

Schließlich regte Frau Kostinek an, dass GSC einen Preis für besonders große Transparenz verleihen könnte. Sie sah dies als interessante Möglichkeit an, GSC noch stärker in der Presse präsent zu machen. Herr Schrade hielt dies für eine gute Idee. Die Befürchtung der Aktionärsschützerin, dass mit Blick auf das zur Beschlussfassung stehende genehmigte Kapital bald wieder eine Kapitalerhöhung anstehen dürfte, konnte der Vorstandsvorsitzende hingegen zerstreuen. Er zeigte sich überzeugt, dass die zur Verfügung stehenden Mittel bis zum Erreichen von schwarzen Zahlen und auch für die Entwicklung der neuen Produkte ausreichen.

Vor dem Eintritt in die Abstimmungen stellte sich noch Norbert Paulsen der Versammlung vor. Dieser war unter TOP 4 als Nachfolger im Aufsichtsrat für Guido Schmitt vorgeschlagen, der beruflich sehr eingespannt ist und sein Amt mit Ablauf der Versammlung niedergelegt hat. Herr Paulsen ist unter anderem Herausgeber des „Aktienführer“, der umfangreiche Daten zu allen in Deutschland gelisteten kleinen und mittleren Unternehmen enthält. Mit Herrn Schrade steht er bereits seit der Gründung von GSC in Kontakt.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Debatte verkündete Herr Gerken die Präsenz mit 344.614 Aktien entsprechend einem Anteil von 49,23 Prozent am Grundkapital. Sämtliche Beschlüsse wurden ohne Gegenstimmen gefasst. Bei den TOP 2 und 3 enthielt sich jedoch Marlis Weidtmann, Vorstandsvorsitzende der Effecten-Spiegel AG, mit 153.093 Aktien der Stimme.

Im Einzelnen beschloss die Hauptversammlung die Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtsrat (TOP 3), die Wahl von Norbert Paulsen in den Aufsichtsrat (TOP 4), die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (TOP 5) und die Umfirmierung in GSC Holding AG (TOP 6).

Nach 90 Minuten konnte Herr Gerken die Versammlung schließen.xx


Fazit

Finanziell gesehen war das Jahr 2009 eine Katastrophe für die künftig unter GSC Holding AG firmierende Gesellschaft. Das widrige Börsenumfeld und Sonderbelastungen durch Abschreibungen infolge der Insolvenz der Vitro Laser und auf die Bridgefinanzierung der RFID SI AG stürzten das Ergebnis mit minus 173 TEUR tief ins Minus. Dank der erfolgreichen Kapitalerhöhung, nach der die Effecten-Spiegel AG nun mit 25 Prozent beteiligt ist, blieb die Eigenkapitalsituation aber dennoch solide.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 soll nach Überzeugung des Vorstandsvorsitzenden Matthias Schrade nun nachhaltig die Rückkehr in die Gewinnzone gelingen. Diese Erwartung ist durchaus berechtigt, stehen doch mit dem Printmedium „nebeneffectenBrief“ und dem Nebenwertefonds GSC Value One derzeit gleich zwei vielversprechende Projekte am Start. Daneben sollte auch das wieder deutlich aufgehellte Börsenumfeld seinen Teil beitragen.


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Veröffentlichungsdatum: 27.04.2010 - 10:22
Redakteur: mwa
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