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Jenoptik entwickelt Diodenlaserstacks für den Einsatz unter Weltraumbedingungen - Pressemitteilung vom Mittwoch

Die Jenoptik-Unternehmen Jena-Optronik GmbH und JENOPTIK Laserdiode GmbH werden eine Pumpquelle für den Laser eines neuartigen ATLID - Systems entwickeln. Dieses System soll innerhalb des Erderkundungsprogramms der ESA zu einem besseren Verständnis der Interaktion zwischen Wolken, Strahlungs- und Aerosolprozessen beitragen.

Ein entsprechender Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA kam speziell für die europäisch-japanische Mission EarthCARE (Earth Clouds, Aerosols and Radiation Explorer). Erstmals zum Einsatz kommen soll hier ein ATLID (ATmospheric LIDar)-System. ATLID ist eines von fünf Instrumenten des Missions-Satelliten und wird mit einem Laser als Lichtquelle ausgestattet sein. Der Hochleistungsdiodenlaser als Pumpquelle dieses Lasers ist eines der wichtigsten Elemente. Für eine zuverlässige Arbeit des Lasers wird die Jena-Optronik die Lebensdauer der Diodenlaserstacks über eineinhalb Jahre im Vakuum erproben und auch Umwelttests (u.a. zu Strahlung und Vibration) durchführen.

Diodenlaserstacks der JENOPTIK Laserdiode GmbH sind hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und Zuverlässigkeit weltweit führend. Mit dem neuen Entwicklungsprojekt folgt der Jenoptik-Konzern seiner Strategie, über Synergien innerhalb des Konzernverbundes neue Märkte zu erschließen. Die Entwicklungen der Jenoptik im Bereich der Hochleistungsdiodenlaser zielten bisher vorrangig auf einen zuverlässigen Einsatz dieser effizientesten aller Laserarten im industriellen Umfeld, vor allem in der Automobilindustrie und der Medizintechnik. Mit den Forschungsergebnissen aus dem nun gestarteten Gemeinschaftsprojekt gewinnt Jenoptik neues Wissen für einen Einsatz von Hochleistungsdiodenlasern über die rein industriellen Anwendungen hinaus.

Der geplante Satellit soll in 450 km Höhe die horizontale sowie vertikale Verteilung von Wolken, Aerosolen und Strahlung sowie ihre wechselseitigen Beziehungen zueinander mit verschiedenen Sensoren ermitteln. Besonders Aerosole spielen in der Chemie der Erdatmosphäre eine große Rolle, da zwischen ihnen chemische Reaktionen mit der Bildung aggressiver Substanzen stattfinden können. ATLID wird in einem Wellenlängenbereich von 355 nm arbeiten und zu einem besseren Verständnis der Interaktion zwischen Wolken, den Strahlungs- und Aerosolprozessen führen.



Veröffentlichungsdatum: 16.08.2006 - 12:55
Redakteur: rpu
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