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Weltweiten Produktionsverbund optimiert
Die Wacker Chemie AG will den Produktionsverbund ihrer Halbleitertochter Siltronic mit einer neuen Standort-Strategie flexibler gestalten und weiter optimieren. Zu diesem Zweck soll künftig die Herstellung von Siliciumwafern nach einzelnen Durchmessern an Leitstandorten konzentriert werden. Dies haben die zuständigen Gremien des WACKER-Konzerns heute beschlossen. So wird unter anderem die Fertigung von 150-mm Wafern am Standort Freiberg eingestellt und das entsprechende Produktionsvolumen an den Standort Burghausen transferiert. Im Segment der 300-mm Wafer wiederum soll der Standort Burghausen künftig schwerpunktmäßig Aufgaben im Bereich Forschung und Entwicklung wahrnehmen, die Produktion wird an den Standorten Freiberg und Singapur gebündelt. Singapur wird auch der Leitstandort für 200-mm Wafer sein. Im Zusammenhang mit der neuen Standort-Strategie und mit Blick auf die voraussichtliche Entwicklung des Halbleitermarktes nimmt WACKER eine ergebniswirksame Wertminderung im Anlagevermögen von rund 120 Mio. EUR vor, die im Abschluss des 1. Halbjahres 2009 entsprechend berücksichtigt wird.

Neben den Anpassungen bei Siltronic führt WACKER auch im Geschäftsbereich WACKER SILICONES Strukturverbesserungen durch, die darauf abzielen, die Kosten zu reduzieren, die Flexibilität zu erhöhen und die Anlagenauslastung zu steigern. Insgesamt werden im Zuge dieser Maßnahmen bei Siltronic und WACKER SILICONES bis Ende 2010 voraussichtlich knapp 800 Stellen wegfallen. Für 450 der hiervon betroffenen Mitarbeiter ist bereits eine Lösung gefunden. Für den Abbau der übrigen Stellen bildet WACKER im 2. Quartal 2009 Rückstellungen in Höhe von rund 15 Mio. EUR. Bei Siltronic sind seit Mitte 2008 bereits rund 550 Stellen weggefallen, unter anderem durch den Abbau von Leiharbeitnehmern.

Darüber hinaus haben die zuständigen Gremien heute beschlossen, zwischen der Siltronic AG und der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Wacker Chemie AG, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu schließen. Da zwischen der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH und der Wacker Chemie AG bereits ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, können nun bei Siltronic entstehende Gewinne und Verluste mit dem bei der Wacker Chemie AG anfallenden Ergebnis verrechnet werden. WACKER erwartet aus diesem Vertrag im Geschäftsjahr 2009 einen positiven Effekt im Nachsteuerergebnis im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Veröffentlichungsdatum: 08.07.2009 - 13:59
Redakteur: rpu
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