WKN:
519990
ISIN:
DE0005199905
Straße, Haus-Nr.:
Marienplatz 11,
D-80331 München, Deutschland
Telefon:
+49 (0)89 / 23691 - 0

Internet: www.ludwigbeck.de

IR Ansprechpartner:
Herr Andre Deubel
[email protected]
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HV-Bericht Ludwig Beck AG - "Operation am offenen Herzen" ist geglückt
Am 9. Mai 2008 fand in München die ordentliche Hauptversammlung der LUDWIG BECK AG statt. Knapp 600 Aktionäre und Gäste, unter ihnen auch Thorsten Renner für GSC Research, hatten sich im Hotel Hilton am Tucherpark eingefunden, um sich über das neue Erscheinungsbild des Kaufhauses nach dem Umbau zu informieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Joachim Hausser eröffnete die Hauptversammlung und bedankte sich bei Frau Dr. Grigoleit für ihre 10-jährige Tätigkeit, da sich diese nicht mehr zur Wahl in den Aufsichtsrat stellte. Anschließend stellte sich der neue Kandidat Christian Greiner den Anwesenden kurz vor. Dieser ist Geschäftsführer bei der INTRO Verwaltungs GmbH, die im vergangenen Jahr die Kapitalerhöhung gezeichnet hat. Auch Hans Rudolf Wöhrl stellte sich als Ersatzmitglied kurz vor. Nach dem Verlesen der üblichen Formalien übergab Dr. Hausser dann das Wort an das Vorstandsmitglied Oliver Haller.


Bericht des Vorstands

Zunächst zeigte Herr Haller den Anwesenden einige Bilder vom Umbau des Kaufhauses, nachdem auf der letzten Hauptversammlung die geplanten Maßnahmen nur an Skizzen dargestellt werden konnten. Nach dem Umbau lädt das Haus nun noch mehr ein, besucht zu werden. Wie Herr Haller berichtete, führt das Kaufhaus viele neue Marken, zum Teil auch exklusiv. Auch am Abend wirke das Haus durch die neue Beleuchtung noch viel interessanter.

Wie bereits seit 2004 war LUDWIG BECK auch im letzten Jahr wieder besser als die Branche, freute sich Herr Haller. Die Weltwirtschaft zeigte ein Wachstum von 3,7 Prozent, und auch Deutschland konnte trotz Mehrwertsteuererhöhung ein robustes Wachstum vorweisen. Allerdings kam es laut Vorstand zu einer sinkenden Konsumfreude. Dennoch realisierte der Textileinzelhandel erstmals wieder ein Plus von einem Prozent.

Nach Aussage von Herrn Haller mussten im Kaufhaus am Marienplatz teilweise für Wochen Flächen stillgelegt werden, was einer "Operation am offenen Herzen" entsprach. Trotzdem konnte das Umsatzniveau am Marienplatz gesteigert werden. Das Konzept beruht auf den beiden Säulen Trading-up im Stammhaus und dem optimierten Filialgeschäft. Am Marienplatz bietet die Gesellschaft ein erlebnisorientiertes, hochwertiges Einkaufen, wobei die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen. Um hier eine hervorragende Verkaufsqualität zu gewährleisten, wurde bei LUDWIG BECK ein großes Schulungsprogramm gestartet.

Zum Jahresende habe man sich wieder von einer Filiale getrennt, informierte Herr Haller. Daneben betreibt die Gesellschaft bei den Monolabel-Stores noch einen ESPRIT-Shop im OEZ und zwei s.Oliver-Filialen in Augsburg. Dazu kommt dann noch der Fashion-Lagerverkauf in Parsdorf. Im Kaufhaus der Sinne am Marienplatz wurde ein Umsatzzuwachs von 3,4 Prozent auf 85,4 Mio. Euro verzeichnet, womit dort mehr als 80 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt wurden. Seit Ende September 2007 stelle das Kaufhaus den neuen Blickfang am Marienplatz dar, meinte Herr Haller. Auch mit neuen Marken wurde der Trading-up-Prozess fortgesetzt. Über das gesamte Jahr verteilt wurden im Kaufhaus wieder viele attraktive Aktionen geboten.

Im März 2007 eröffnete die Abteilung Damenoberbekleidung im ersten Stock. Laut Herrn Haller kam Ende August im zweiten Stock die neue Strick- und Wirkabteilung hinzu, in die neue Sortimente implementiert wurden. Seit September 2007 standen dann die erweiterten Flächen im Erdgeschoss zur Verfügung. Zu den Aktionen zählten auch wieder skandinavische Wochen, oder Netrebko/Villazon und Bartoli signierten in der Musikabteilung. Die Musikabteilung wird gerade im fünften Stock ausgebaut, teilte der Vorstand mit.

Wie Herr Haller weiter berichtete, fand im September 2007 die erste Münchner Kultur- und Shopping-Nacht mit einer Fashion-Show von Marc Cain statt. Da sich dies als großer Erfolg erwies, wird die Kultur- und Shopping-Nacht auch in 2008 wiederholt. Laut Herrn Haller war Weihnachten bei LUDWIG BECK auch wieder ein aufsehenerregendes Ereignis mit einem traditionellen Weihnachtsmarkt.

Anschließend erläuterte Finanzvorstand Dieter Münch die Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Beim Bruttoumsatz verzeichnete LUDWIG BECK demnach einen Zuwachs von 101,3 auf 103,5 Mio. Euro, was nach Aussage des Vorstands aber noch nicht sonderlich spannend ist. Allerdings war LUDWIG BECK im letzten Jahr nur neun Monate lang ein Kaufhaus und drei Monate eine Großbaustelle. Er habe sich teilweise für den Dreck geschämt, und dankte nun den Kunden, die dem Kaufhaus die Treue gehalten haben. Aber auch den Mitarbeitern sprach er ein Lob aus, da diese auch unter solchen Umständen arbeiten mussten.

Insgesamt zeigte sich Herr Münch mit dem Zuwachs von gut 2 Mio. Euro beim Bruttoumsatz zufrieden, flächenbereinigt lag das Wachstum immerhin bei 3,2 Prozent. Weniger begeistert war der Vorstand dagegen von der Mehrwertsteuererhöhung, die mit 3 Prozentpunkten sehr deutlich ausfiel. Unter Abzug der Mehrwertsteuer sank der Nettoumsatz im abgelaufenen Jahr leicht von 87,4 auf 87,0 Mio. Euro, und so verringerte sich auch der Rohertrag auf 41,0 Mio. Euro. Nach Meinung von Herrn Münch ist die Politik hier auch nicht immer "zurechnungsfähig". So wollte eine Partei keine Anhebung der Mehrwertsteuer, die andere verlangte 2 Prozentpunkte mehr, und heraus kamen dann 3 Prozentpunkte. Dies trage sicherlich nicht zur Glaubwürdigkeit der Politiker bei, meinte Herr Münch.

Da LUDWIG BECK aber auch in 2007 noch einmal die Kostenseite optimiert hat, verbesserte sich das EBIT nach Aussage des Finanzvorstands um 6,0 Prozent auf 7,2 Mio. Euro. Dies nannte er eine beachtliche Leistung, denn in 2003 habe das EBIT bei lediglich 2 Mio. Euro gelegen. Neben der Reduzierung der Logistik- und Personalkosten wurden auch die Erträge aus Vermietung gesteigert. Hier wurde am Marienplatz mit Porsche Design ein Untermieter aufgenommen. So kletterte denn die EBIT-Marge seit 2004 von 3,9 auf 8,2 Prozent, was Herr Münch auf eine allgemein gute Managementleistung zurückführte.

Beim Ergebnis vor Steuern verzeichnete die Gesellschaft dann schon einen Anstieg von 26 Prozent auf 3,8 Mio. Euro, da sich auch das Finanzergebnis kräftig verbesserte. Hier wirkte sich das positive Zusammenspiel zwischen LUDWIG BECK und dem Großaktionär ATON aus, von dem die Gesellschaft zwei zinsgünstige Darlehen erhalten hatte. Daraufhin haben auch die Banken deutlich bessere Konditionen angeboten. Laut Herrn Münch konnten zudem die verzinslichen Verbindlichkeiten deutlich zurückgeführt werden.

Durch die Anpassung der latenten Steuern sind die Steuern im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Hier lag der Effekt bei rund 0,8 Mio. Euro, führte Herr Münch aus. Bei der Gewerbesteuer verfügt die Gesellschaft noch über Verlustvorträge von 5,1 Mio. Euro, und bei der Körperschaftssteuer liegt der Vortrag sogar noch bei über 12 Mio. Euro. Zwar werde sich im laufenden Jahr der Steuersatz ermäßigen, dafür habe sich aber auch die Besteuerungsgrundlage verbreitert, zeigte sich Herr Münch unzufrieden.

Vor Minderheiten sprang der Jahresüberschuss um 72 Prozent auf 3,3 Mio. Euro, und nach Minderheiten legte dieser sogar um 85 Prozent auf 2,6 Mio. Euro zu. Die Familie Feldmeier halte auch weiterhin noch 49 Prozent an der Immobilie, teilte der Vorstand mit. Nachdem ein Teil der Gewinne den Rücklagen zugeführt wurde, sollen die Aktionäre eine deutlich höhere Dividende von 0,30 Euro erhalten. Dies entspreche einer Steigerung von 50 Prozent, und Herr Münch kündigte bereits an, dass das Unternehmen die freundliche Dividendenpolitik fortsetzen will. Zudem sei die Dividende für den Kleinaktionär weiterhin steuerfrei.

Im letzten Jahr wurde den weiteren Ausführungen zufolge eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die der Gesellschaft 4,5 Mio. Euro brachte. So konnte die Eigenkapitalquote auf 37,4 Prozent verbessert werden, im AG-Abschluss liegt diese sogar schon nahe der 50-Prozent-Grenze. Mit dieser äußerst soliden Bilanz könne man derzeit ruhig schlafen, betonte Herr Münch.

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von 48,2 Mio. Euro entfielen allein 41 Mio. Euro auf die Immobilie. Mit einem Kursanstieg von 78 Prozent in 2007 entwickelte sich die Aktie der LUDWIG BECK AG deutlich besser als der DAX. Nach Aussage von Herrn Münch hat sich das Papier auch in 2008 relativ unbeirrt von den Wirren am Kapitalmarkt gezeigt und nur rund 10 Prozent verloren. Die Analysten schätzten das Kursziel derzeit in einer Range von 13,20 Euro bis 15,97 Euro, womit sich die Gesellschaft laut Vorstand nicht verkehrt beurteilt sieht.

Im November wurden 335.000 Aktien ohne Bezugsrecht ausgegeben, was den Vorteil mit sich brachte, dass die Kapitalerhöhung sehr schnell und auch noch kostengünstig durchgeführt werden konnte. Dabei wurden die Aktien von der INTRO Verwaltungs GmbH zu einem Preis von 13 Euro gezeichnet. Wie Herr Münch erklärte, konnte man so einen Aktionär gewinnen, der früher schon einmal Aktionär war. Nach dieser Kapitalerhöhung ist das Grundkapital nun in 3.695.000 Aktien eingeteilt. Derzeit weist LUDWIG BECK mit den drei Großaktionären Rudolf Wöhrl (27,1 Prozent), INTRO Verwaltungs GmbH (10,0 Prozent) und ATON (25,3 Prozent) eine äußerst stabile Aktionärsstruktur auf. Die restlichen rund 3.400 Aktionäre repräsentieren den Streubesitz mit 37,6 Prozent, so der Vorstand.

Geprägt durch die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten erwartete Herr Münch in 2008 insgesamt kein einfaches Jahr. So erwarte die Bundesregierung beim Bruttoinlandsprodukt auch nur noch ein Wachstum von 1,2 Prozent nach zuvor 1,7 Prozent. Diese Entwicklung werde sich auch in den Erwartungen der Konsumenten niederschlagen. Vor allem wegen der eigenen Wachstumsdynamik ist man bei LUDWIG BECK trotzdem noch positiv gestimmt und erwartet einen Anstieg beim EBIT von 7,2 auf 8,0 Mio. Euro.

Das erste Quartal 2008 war durch das Kalendarium, den kalten Start in den Frühling und den Umbau geprägt, meinte Herr Münch. So sank der flächenbereinigte Bruttoumsatz per Ende März um 3,9 Prozent, und auch der April konnte nicht die Erwartungen des textilen Handels erfüllen. Während der Bruttoumsatz in der Branche um 12 Prozent einbrach, verzeichnete LUDWIG BECK ein flächenbereinigtes Wachstum von 0,5 Prozent im April. Dadurch ergab sich flächenbereinigt per Ende April 2008 beim Umsatz ein Rückgang von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Das Ergebnis liege aber trotz der unbefriedigenden Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau, betonte Herr Münch. Für die weitere Entwicklung zeigte er sich zuversichtlich, da ab der kommenden Woche auch die neue Verkaufsfläche mit 1.000 Quadratmetern im fünften Stock zur Verfügung steht. Nach seiner Aussage hat LUDWIG BECK dort die schönste Musikabteilung der Welt geschaffen.

Das Investitionsvolumen am Marienplatz für 2008 bezifferte der Vorstand auf rund 4 Mio. Euro, wovon allein 2,5 Mio. Euro auf die Musikabteilung entfallen sollen. Im Jahresverlauf steht eine weitere Optimierung des Filialgeschäfts auf dem Programm, was durchaus zur Schließung einer weiteren Filiale führen könnte. Zum Ende seiner Ausführungen betonte Herr Münch noch einmal, dass LUDWIG BECK auch in 2008 wieder erfolgreich weiterentwickelt wird.


Allgemeine Diskussion

Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) war mit dem Verlauf des letzten Jahres zufrieden, da das Ergebnis bei gleichem Umsatz deutlich besser ausfiel. Auch die Dividendenerhöhung stimmte sie zuversichtlich, und sie war hoffnungsfroh, dass die Dividende auch nachhaltig gezahlt werden kann. Nähere Auskünfte erbat die Aktionärssprecherin dann hinsichtlich der Positionierung im Wettbewerb, da auch andere Kaufhäuser in München ihr Angebot nach oben ausbauen.

Wie Herr Haller bestätigte, baut eigentlich fast jeder der Wettbewerber sein Haus um. Beim Trading-up gehe es aber darum, diesen Prozess auch mit Leben zu erfüllen. Hierbei sah der Vorstand für LUDWIG BECK eine eigenständige Positionierung mit eigener Sortimentslandschaft. Wichtig sei vor allem ein hochwertiges Ambiente, auch wenn LUDWIG BECK immer mal Schnäppchen bietet. Insgesamt biete das Kaufhaus einen Sortiments-Mix, den sonst niemand zu bieten habe.

Weitere Fragen von Frau Bergdolt drehten sich um das Konzept „Hautnah“ und eine mögliche Ausweitung sowie den dann anstehenden Umbau im vierten Stock. Auch Herr Haller sah durchaus hinreichend Potenzial, „Hautnah“ als deutschlandweite Marke zu etablieren. Wenn der Umzug der Musikabteilung am Wochenende abgeschlossen ist, wird der vierte Stock schnell umgebaut, um zumindest einen Teil der Fläche umgehend wieder zur Verfügung zu haben. Dabei werde es sich um eine Aktionsfläche handeln, die ganzjährig rotiert. Besonders viel versprach sich Herr Haller dabei von den Trachten im Vorfeld der Wies’n.

Von mehreren Aktionären wurden das Engagement von Wöhrl bei LUDWIG BECK und mögliche Interessenkonflikte angesprochen, speziell vor dem Hintergrund des Einstiegs bei Hettlage. Nach Aussage von Dr. Hausser handelt es sich bei LUDWIG BECK und Wöhrl um getrennte Gesellschaften, und ihm sei auch nicht bekannt, dass diese beiden Gesellschaften enger verbunden werden sollen. Auch nach dem Einstieg bei Hettlage sah der Aufsichtsratsvorsitzende keine Interessenkonflikte, da LUDWIG BECK und Hettlage keineswegs vergleichbar seien, was auch Herr Münch bestätigte. Darauf angesprochen erklärte Rudolf Wöhrl, sein Engagement bei LUDWIG BECK solle nicht wieder kurzfristig aufgegeben werden.

Da bisher kein Kauf über das Internet möglich sei, wollte die DSW-Sprecherin wissen, ob dies auch in Zukunft so bleiben soll. Wie Herr Haller in seiner Antwort ausführte, muss dieser Weg weiter beobachtet werden, bisher sei es aber auch schon möglich, telefonisch oder per Fax zu bestellen. Der Schritt hin zum Verkauf über das Internet würde auch schon einen deutlichen finanziellen Aufwand mit sich bringen. Abschließend zeigte sich Frau Bergdolt zuversichtlich, dass bei einer Erreichung der Ziele der Aktienkurs auch wieder steigen wird.

Danach erkundige sich Herr Wagner, ob es auch denkbar sei, die Immobilie als eigene Gesellschaft an die Börse zu bringen. Hierauf erklärte der Vorstand, derzeit sei LUDWIG BECK nur Miteigentümer der Immobilie, und ein solcher Schritt sei nur gemeinsam möglich. Man sehe die Immobilie aber nicht als Spekulationsobjekt, zumal diese auch absolut betriebsnotwendig sei. Nachdem Netrebko zum Signieren in der Musikabteilung war, bat der Aktionär um Angabe der Kosten für diese Maßnahme. Wie Herr Münch ausführte, kommt Frau Netrebko sehr gerne zu LUDWIG BECK, und dies koste die Gesellschaft lediglich ein Lächeln und einen Blumenstrauß. Den Rest mache sie mit der Industrie aus.

In einer kurzen Wortmeldung lobte Herr Schmitt das Management für die Leistungen in den vergangenen Jahren.

Laut Herrn Schröder ist die Gesellschaft nun schon deutlich internationaler geworden. So habe LUDWIG BECK einen schwäbischen und einen bayrischen Vorstand sowie einen fränkischen Großaktionär. Der Aktionär interessierte sich dann für die jährliche Rabattaktion für die Aktionäre zur Hauptversammlung. Hierauf erwiderte Herr Münch, es kämen immer viele Aktionäre im Rahmen dieser Rabattaktion ins Haus, und dafür habe man auch extra einen Shuttle-Service eingerichtet.

Weitere Fragen von Herrn Schröder betrafen die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen über Aktien, und zudem wollte er wissen, wie man der verstärkt internationalen Kundschaft, auch aus dem arabischen Raum, Rechnung trägt. Nach Aussage von Herrn Münch wurden beim Börsengang jedem Mitarbeiter Aktien angeboten, damals sei das Interesse aber sehr gering gewesen. Das Engagement der Mitarbeiter leide aber nicht, selbst wenn diese nicht groß am Unternehmen beteiligt seien, betonte der Vorstand.

Laut Herrn Münch bietet LUDWIG BECK auch Englisch-Kurse für Mitarbeiter an, um den internationalen Kunden mehr gerecht zu werden. Es kommen auch Araber immer wieder gerne zum Einkaufen, allerdings besäßen diese neben viel Geld auch viel Verhandlungsgeschick. Man habe aber auch Leute, die sich persönlich um sehr gute Kunden kümmern, so der Vorstand.


Abstimmungen

Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 9.446.117,50 Euro, eingeteilt in 3.695.000 Aktien, waren 2.781.757 Aktien entsprechend 75,28 Prozent vertreten. Sämtliche Beschlüsse wurden bei sehr wenigen Gegenstimmen im Sinne der Verwaltungsvorschläge gefasst. Im Einzelnen abgestimmt wurde über die Verwendung des Bilanzgewinns (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2008 (TOP 5) und die Wahl der Herren Christian Greiner, Dr. Joachim Hausser, Dr. Lutz Helmig und Gerhard Wöhrl in den Aufsichtsrat sowie von Hans Rudolf Wöhrl als Ersatzmitglied (TOP 6).


Fazit und eigene Meinung

Einmal mehr konnte die LUDWIG BECK AG überzeugende Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen. Trotz eines kaum veränderten Umsatzes wurde das Ergebnis deutlich gesteigert, und die Aktionäre profitieren von einer kräftig angehobenen Dividende. Für das laufende Jahr zeigt sich der Vorstand erneut zuversichtlich, obwohl die ersten Monate doch hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

Auch der Verfasser dieses Berichts hatte in den ersten Monaten etwas bessere Zahlen erwartet, verglichen mit der Branchenentwicklung, speziell im April 2008, konnte sich die LUDWIG BECK AG aber wieder positiv absetzen. Neue Impulse dürfte das Geschäft von der Eröffnung der neuen Musikabteilung erhalten, denn dann steht insgesamt deutlich mehr Verkaufsfläche zur Verfügung, was sich auch in den Zahlen niederschlagen sollte. Von daher erscheinen die Prognosen für das laufende Jahr äußerst plausibel, zumal die Gesellschaft zumindest beim Ergebnis in den ersten Monaten keine Einbußen hinnehmen musste. Bei einem aktuellen Kurs von 12,20 Euro bietet das Papier noch Kurspotenzial, auch wenn die Zuwachsraten des vergangenen Jahres beim Kurs nicht mehr möglich erscheinen.


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Veröffentlichungsdatum: 16.05.2008 - 12:11
Redakteur: tre
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