WKN:
622910
ISIN:
DE0006229107
Straße, Haus-Nr.:
Carl-Zeiss-Straße 1,
D-07739 Jena, Deutschland
Telefon:
+49 (0) 3641 / 65 - 2156

Internet: http://www.jenoptik.de

IR Ansprechpartner:
Herr Thomas Fritsche
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Neue Organisations- und Führungsstruktur
Der Jenoptik-Konzern hat ab Januar 2008 eine neue Organisations- und Führungsstruktur. Projekte für mehr Markt- und Kundennähe sowie zur deutlichen Reduzierung der Kosten sind bereits gestartet. Eine langfristig deutliche Verbesserung der Ergebnissituation soll sowohl über neue ertragsstarke Produkte und die Erschließung neuer Märkte als auch über deutliche Kosteneinsparungen erfolgen. Im Zentrum der Weiterentwicklung der Jenoptik stehen daher

- die Steigerung der operativen Exzellenz,
- die konsequente Ausrichtung des Gesamtkonzerns an Märkten und Kunden sowie
- die Konzentration auf wachstums- und ertragsstarke Geschäftsfelder.

Basis für eine stärkere Ausrichtung des Konzerns an Märkten und Kunden sowie für notwendige Kosteneinsparungen ist eine neue Konzern- und damit schlankere Führungsstruktur, die ab Januar 2008 greift. Der Jenoptik-Konzern tritt dann in drei Segmenten auf, die sich in insgesamt fünf Sparten gliedern, in denen das operative Geschäft zusammengefasst ist. Beim Aufbau der Sparten standen ähnliche Kundengruppen, Technologien, Entwicklungsthemen und Produktionsprozesse der einzelnen Konzerngesellschaften im Vordergrund.

Mit der neuen Organisation soll es noch besser als bisher gelingen, Produkte und Technologien mit einem hohen Kundennutzen effizient an den Markt zu bringen. Zudem wird die Voraussetzung geschaffen, den Konzern strategisch und noch stärker als bisher über die Grenzen der einzelnen Tochtergesellschaften hinaus weiterzuentwickeln.

Die strategischen Entscheidungen des Konzerns werden künftig von einem Executive Management Board getroffen, dem die Leiter der fünf Sparten angehören. Die JENOPTIK AG wird gleichzeitig zu einer strategischen Holding weiter entwickelt. Ein konzernweites Shared-Service-Center, in dem übergreifende Prozesse mit Kostensenkungspotenzial zusammengefasst werden, nimmt 2008 die Arbeit auf.
 
Die Veränderungen waren nach dem Verkauf von M+W Zander und aufgrund des starken Wachstums des Technologiegeschäftes notwendig geworden. Zur Führung des fokussierten Konzerns ist eine Finanzholding, wie sie die Jenoptik bisher hatte, nicht mehr ausreichend. Die Weiterentwicklung der Jenoptik wurde bereits im laufenden Geschäftsjahr 2007 konsequent vorangetrieben.

Bereits im laufenden Geschäftsjahr wurden in der Jenoptik-Holding neue Zentralbereiche verankert, sodass sich ihr Aufgabenspektrum gegenüber den Vorjahren deutlich um strategische Funktionen erweitert hat: Neu geschaffen wurden die Zentralbereiche Strategie & Innovationsmanagement, Personal sowie Mergers & Acquisitions.

Zusätzlich hat sich der Konzern in den vergangenen Monaten auch managementseitig verstärkt. Neben den neu geschaffenen Positionen in der Jenoptik-Holding wurden auch für das operative Geschäft neue Positionen geschaffen, die Themen gezielt vorantreiben, wie zum Beispiel für das Service Providing in der Verkehrssicherheit sowie für das Zusammenführen aller Digital Imaging-Aktivitäten im Konzern. Weiterhin wurden auch Management-Positionen im operativen Geschäft neu besetzt.

Im Zuge der Fokussierung des Konzerns auf die Kernaktivitäten Laser/Optik, Optoelektronik und Mechatronik hat sich Jenoptik im laufenden Geschäftsjahr 2007 zudem weiter konsequent von Aktivitäten, die nicht zu den strategischen Kernthemen gehören, getrennt. Dazu zählen die Reduzierung der Anteile an der heutigen Zenteris GmbH auf noch 24,9 Prozent, der vollständige Verkauf der Anteile an der PVA TePla AG sowie der Verkauf einer weiteren Minderheitsbeteiligung im laufenden vierten Quartal. Für 2008 wird unter anderem der Verkauf mehrerer nicht betriebsnotwendiger und nicht selbstgenutzter Immobilien vorbereitet. Zudem stehen aktuell auch Forschungs- und Entwicklungsthemen des Konzerns auf dem Prüfstand.

Agenda für die kommenden Jahre erfolgt entlang von fünf strategischen Werthebeln.Alle Projekte der strategischen Neuausrichtung, die bereits definiert und zum Teil auch angelaufen sind, werden sich künftig an den folgenden fünf Werthebeln orientieren, die die Schwerpunkte für die  kommenden 3-5 Jahre bestimmen:

- Organisches Wachstum durch Markterschließung, Marktdurchdringung und Produktinnovationen;

- Markt- und Kundenorientierung, indem die Vertriebs- und Marketingaktivitäten ausgebaut werden;

- Internationalisierung, indem Auslandsmärkte systematisch erschlossen werden, vor allem in Nordamerika und Asien;

- Personal & Führung, indem die Mitarbeiter und Führungskräfte gefordert und gefördert werden;

- Operative Exzellenz, indem alle Prozesse im Unternehmen auf den Prüfstand gestellt werden, um sie zu verbessern und Kosten zu sparen.

Das umfassende Programm zur Neuausrichtung ist nach Unternehmensangaben notwendig, um das angestrebte weitere Wachstum des Konzerns zu erreichen. Jenoptik will langfristig wieder ein Milliardenkonzern werden. Ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 10% wird angestrebt - inklusive kleinerer Akquisitionen, die das Technologie- und Produktportfolio sowie die internationale Marktpräsenz erweitern. Die EBIT-Marge des Konzerns soll sich deutlich auf dann 9-10% verbessern.

Veröffentlichungsdatum: 13.11.2007 - 09:13
Redakteur: rpu
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