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Neuemission Adcon - Auf den ersten Blick wenig spektakulär sieht
Auf den ersten Blick wenig spektakulär sieht die neueste Emission aus Österreich aus; mit Adcon geht der erste europäische Spezialist für Telemetrie an den Neuen Markt. Das Unternehmen entwickelt Systeme zur Datenübertragung auf Funkbasis, wobei der Begriff Telemetrie vielen Formel 1-Zuschauern bereits bekannt sein dürfte. Die bisherigen Kunden von Adcon stammen jedoch vor allem aus den Branchen Chemie, Landwirtschaft oder Nahrungsmittel sowie aus Universitäten und Forschungslabors.

Sind diese Bereiche auch auf den ersten Blick wenig phantasieträchtig, so soll der Telemetriemarkt doch in den nächsten Jahren hohe zweistellige Wachstumsraten aufweisen, da die Technologie universell einsetzbar ist und große Entfernungen so mühelos überbrückt werden können; im Gegensatz zu anderen Technologien entfällt der teure Aufbau von Strom- oder Kabelnetzen, Satelittenanlagen oder Netzwerken. Die Übertragung per Funk bietet somit enormes Einsparpotential und ist vor allem auch in Bereichen möglich, in der die Verwendung von Kabeln oder ähnlichem schlicht unmöglich ist - siehe Formel 1.

Adcon ist bereits jetzt auf allen Kontinenten in über 40 Ländern mit Vertriebsgesellschaften präsent und kann somit sicher sein, vom Marktwachstum stark zu profitieren; das Unternehmen geht konservativ von 60 Prozent Umsatzwachstum aus, wobei dieser Wert sich auch durch Akquisitionen noch erhöhen dürfte. Dabei ist Adcon bislang noch sehr klein, der Umsatz betrug zuletzt nur 3,6 Mio. Euro, soll aber bis 2000 auf fast 10 Mio. steigen. Dann will Adcon auch erstmals seit Gründung schwarze Zahlen schreiben.

Die Bewertung des Unternehmens ist mit einem Umsatzvielfachen von rund 6 für 2000 auf Basis des Emissioneskurses von 8 Euro angesichts des Wachstumspotentials angemessen; da die Story nur schwer verständlich ist und bislang keine Vergleichsunternehmen an der Börse zu finden sind, spiegelt sich in den nur wenig höheren Graumarktkursen die Unsicherheit über die Aussichten der Aktie wieder. Es ist davon auszugehen, daß dies an den ersten Tagen günstige Käufe zu Kursen von unter 10 Euro ermöglicht, die für spekulativ orientierten Anlegern sehr interessant sein dürften.

Etwas suspekt erscheint zunächst die Tatsache, daß ein recht großer Teil der Emission von Altaktionären, vermutlich den VC-Gesellschaften, abgegeben wird; allerdings ist dabei zu berücksichtigen, daß diese Venture Capital-Gesellschaften das bisherige Wachstum des Unternehmens schon über mehrere Jahre finanzierten und sich nun schrittweise zurückziehen müssen, so daß dies nicht überbewertet werden sollte.

Die Zeichnung der Aktie ist zwar nicht übermäßig interessant, da einerseits kaum Zeichnungsgewinne zu erwarten sind und andererseits ohnehin nur geringe Chancen auf Zuteilung bestehen, da das Emissionsvolumen nicht einmal 50 Mio. DM erreicht, es könnten sich jedoch sehr interessante Kaufgelegenheiten an der Börse ergeben. Wir würden deshalb allen interessierten Anlegern raten, Limits im Bereich von 10 Euro zu plazieren und damit einen günstigen Einstieg in ein wachstumsstarkes Unternehmen zu erwischen; erfolgreiche Zeichner können die Aktie beruhigt liegenlassen, langfristig sollten sich erhebliche Renditen erreichen lassen.



Veröffentlichungsdatum: 25.07.1999 - 03:33
Redakteur: bf
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