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Zahlen für das zweite Quartal 2006/2007 bekannt gegeben
Die schlott gruppe veröffentlicht heute ihren Bericht über das zweite Quartal (Januar bis März) des Geschäftsjahres 2006/07. Die Gesellschaft konnte ihre Marktposition im europäischen Ausland weiter stärken. Gleichzeitig war jedoch die Marktentwicklung unverändert von starkem Preisdruck gekennzeichnet, was sich im ohnehin auslastungsschwachen zweiten Quartal deutlich im Ergebnis niedergeschlagen hat.

Wie am 10. Mai veröffentlicht, wurde der Geschäftsbereich direct marketing erfolgreich veräußert. Bernd Rose, Vorstandsvorsitzender der schlott gruppe AG unterstreicht hierzu: „Die mit der Veräußerung des direct marketing angestrebten Ziele konnten wir vollumfänglich erreichen. Künftig werden wir alle Ressourcen auf unser Kerngeschäft print konzentrieren und unsere Wettbewerbsposition in diesem Markt weiter ausbauen.“

Heiko Arnold, Finanzvorstand der schlott gruppe AG, führt zu der Transaktion aus: „Aufgrund der in der Vergangenheit erfolgten Restrukturierung des Geschäftsbereiches direct marketing konnte eine attraktive Bewertung realisiert werden, die zu einer deutlichen Entschuldung der schlott gruppe führt und uns neue Handlungsspielräume im Kerngeschäft eröffnet.“

In der aktuellen Berichterstattung wird der Geschäftsbereich nach IFRS 5 als nicht fortzuführendes Geschäft (discontinued operation) ausgewiesen und die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Der Wertschöpfungsumsatz (WSU) im Konzern stieg im zweiten Quartal 2006/07 auf 60,7 Mio. EUR nach 55,3 Mio. EUR im zweiten Quartal des Vorjahres bedingt durch die Erstkonsolidierungen von reus und biegelaar sowie Zuwächse im europäischen Ausland. Der Umsatz legte von 97,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 122,5 Mio. EUR zu. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) blieb aufgrund der weiter unter Druck stehenden Preise mit 1,8 Mio. EUR im zweiten Quartal 2006/07 unter dem Vorjahreswert von 4,0 Mio. EUR. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag bei -0,6 Mio. EUR nach 2,3 Mio. EUR im Vorjahr. Der Periodenüberschuss profitierte von Steuergutschriften und lag aus fortzuführendem Geschäft bei 0,1 Mio. EUR nach 2,3 Mio. EUR im Vorjahr. Inklusive des Ergebnisses aus nicht fortzuführendem Geschäft belief er sich auf 0,8 Mio. EUR nach 1,1 Mio. EUR. Das Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft beträgt 0,02 EUR nach 0,37 EUR.

Für das erste Halbjahr 2006/07 ergibt sich ein Anstieg des WSU auf 130,0 Mio. EUR nach 122,6 Mio. EUR. Das EBIT beträgt 12,4 Mio. EUR nach 15,3 Mio. EUR im Vorjahr und das EBT 7,9 Mio. EUR nach 12,0 Mio. EUR. Das Periodenergebnis des ersten Halbjahres lag aufgrund der verpflichtenden Aktivierung von Körperschaftsteuerguthaben über dem Vorjahr. Aus fortzuführendem Geschäft belief es sich im laufenden Geschäftsjahr auf 10,1 Mio. EUR nach 8,3 Mio. EUR, inklusive des nicht fortzuführenden Geschäfts stand das Periodenergebnis im ersten Halbjahr 2006/07 bei 11,2 Mio. EUR nach 6,8 Mio. EUR. Das Konzernergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft beträgt für den Halbjahreszeitraum 1,62 EUR nach 1,33 EUR.      

Zum 31. März 2007 betrug die Eigenkapitalquote der schlott gruppe 28,0 Prozent und lag damit auf dem Niveau zum Ende des ersten Quartals. Die Nettoverschuldung betrug zum Berichtsstichtag 229,8 Mio. EUR. Im Zuge des veränderten Ausweises des bisherigen Geschäftsbereiches direct marketing liegt sie damit deutlich unter dem Stand am Ende des ersten Quartals von 238,7 Mio. EUR. Die damit eingeleitete Verbesserung der Verschuldungskennziffern wird sich künftig weiter fortsetzen.

Der Geschäftsbereich print verzeichnete wesentlich aufgrund der Übernahmen von reus per 1. April 2006 und biegelaar im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, aber auch durch die vor allem im zweiten Quartal erfreuliche Entwicklung im Ausland, im Berichtsquartal einen Zuwachs des WSU auf 59,7 Mio. EUR nach 54,4 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr stieg der WSU auf 127,8 Mio. EUR nach 120,4 Mio. EUR. Dennoch verzeichnete print einen Rückgang des EBIT von 4,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,0 Mio. EUR im Berichtsquartal. Aufgrund einer höheren Zinsbelastung im Zuge der beiden Übernahmen und der hohen Investitionen insbesondere am Standort Freudenstadt war das EBT von 3,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,6 Mio. EUR im Berichtsquartal noch etwas stärker rückläufig. Im Halbjahr beliefen sich das EBIT auf 12,6 Mio. EUR nach 15,5 Mio. EUR im Vorjahr und das EBT auf 9,8 Mio. EUR nach 13,8 Mio. EUR.

In dieser Ergebnisentwicklung zeigt sich ein deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegender Preisdruck, der durch kurzfristige Kostensenkungsmaßnahmen nicht kompensiert werden konnte. Die Ergebnisschwäche resultiert aus dem Tiefdruck, der erheblich unter Vorjahr und unter Plan blieb. Der Rollenoffset entwickelt sich hingegen erfreulich. Insbesondere die neue 48-Seiten-Maschine am Standort Lübeck erweist sich als sehr konkurrenzfähig. Erfreulich stellt sich darüber hinaus auch die Entwicklung in der Weiterverarbeitung dar.

Der Wertschöpfungsumsatz im Geschäftsbereich corporate services resultiert im Wesentlichen aus Umlagen des operativen Geschäftsbereiches print. Entsprechend ist es sinnvoll, bei der Betrachtung der Entwicklung von corporate services ausschließlich auf die Kostenentwicklung abzustellen - und zwar auf die Kosten vor Finanzaufwand, da der Geschäftsbereich eine Refinanzierungsfunktion für die übrigen Gesellschaften der schlott gruppe wahrnimmt. In dieser Betrachtung waren die Kosten im zweiten Quartal von 3,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,2 Mio. EUR im Berichtsquartal und im ersten Halbjahr von 9,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,5 Mio. EUR im Berichtshalbjahr rückläufig. Dies spiegelt die permanenten Anstrengungen des Konzerns zur Kostensenkung wider.

Die schlott gruppe steuert aktuell durch eine ausgesprochen schwierige Marktphase. Konsequent werden daher finanzielle Ressourcen und Management-Kapazitäten, die durch die Veräußerung des Geschäftsbereiches direct marketing freigesetzt werden, mobilisiert, um zusätzliche Handlungsspielräume im Geschäftsbereich print zu gewinnen. Der Buchgewinn aus der Transaktion trägt dazu bei, dass die für das Geschäftsjahr 2006/07 um die bisher aus direct marketing erwarteten Ergebnisbeiträge angepasste Prognose eines Vorsteuerergebnisses von rund 23 Mio. EUR bestätigt werden kann.

Für die mittelfristige und strategische Entwicklung der schlott gruppe ist darüber hinaus von großer Bedeutung, dass die Nettoverschuldung des Konzerns durch diese Transaktion um rund 60 Mio. EUR abgebaut werden wird. So wird die schlott gruppe mit noch mehr Nachdruck die Stärkung ihrer Wettbewerbsposition verfolgen. Mit umfangreichen Kostensenkungsmaßnahmen, in deren Fokus eine kurzfristige Anpassung der Personalkosten an das aktuelle Ertragsniveau steht, der weiteren Optimierung der Produktion und der Nutzung aller technischen und strategischen Wettbewerbsvorteile wird den Auswirkungen des Preisdrucks entgegen gewirkt.

Veröffentlichungsdatum: 14.05.2007 - 13:05
Redakteur: rpu
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