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Herr Andreas Schaller
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Guter Auftragspolster
Der Dürr-Konzern hat im ersten Quartal 2007 von der starken Nachfrage der Automobilindustrie insbesondere aus Osteuropa profitiert. Der Auftragseingang stieg um 18% auf 508,3 Mio. EUR, nachdem Dürr bereits im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Plus von 33% erzielt hatte. Während der Umsatz währungsbereinigt auf Vorjahresniveau lag, verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT vor Einmalaufwendungen) und war mit 3,1 Mio. EUR positiv. Im ersten Quartal 2006 war noch ein Verlust von 0,9 Mio. EUR angefallen. Für 2007 erwartet der Anlagen- und Maschinenbauer ein Umsatzplus zwischen 5 und 10% sowie eine weitere deutliche Ertragssteigerung.

Der Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems trug mit einem Zuwachs von 20% am stärksten zur Steigerung des Auftragseingangs bei, der Unternehmensbereich Measuring and Process Systems konnte um 10% zulegen. Die beiden Turnaround-Kandidaten Factory Assembly Systems und Cleaning and Filtration Systems wiesen Steigerungen von 89% und 20% bei den Neubestellungen aus. Ralf Dieter, der Vorstandsvorsitzende der Dürr AG, sagte: „Wir sind über die Auftragslage sehr erfreut und verfügen für die nächsten zwölf Monate über eine gute Auslastung. Das Osteuropageschäft gewinnt weiter an Bedeutung. Allein aus dieser Region haben wir im ersten Quartal Aufträge im Wert von 150 Mio. EUR erhalten. Um uns auf die steigende Nachfrage einzustellen, verstärken wir unsere Präsenz in Russland und werden dort neben Moskau auch in St. Petersburg vertreten sein.“

Der Auftragsbestand lag zum 31. März 2007 bei 1.006,2 Mio. EUR (Vorjahr: 840,2 Mio. EUR), gegenüber dem Jahresende 2006 stieg er um 201,0 Mio. EUR. Der Konzernumsatz für das erste Quartal 2007 betrug 304,1 Mio. EUR (Vorjahr: 309,3 Mio. EUR). Die Geschäftsbereiche Cleaning and Filtration Systems und Factory Assembly Systems lagen beim Umsatz noch zurück. Die Bruttomarge, also das Verhältnis von Umsatz zu Umsatzkosten, blieb mit 16,6% konstant. Hier wirkte sich die Unterauslastung bei Cleaning and Filtration Systems und Factory Assembly Systems aus. In der Lackieranlagentechnik wurden außerdem lang laufende Projekte abgewickelt, die im Frühjahr 2006 mit schwächeren Margen akquiriert worden waren. In den betrieblichen Abläufen machten sich die FOCUS-Maßnahmen positiv bemerkbar. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten gingen um 6,8% beziehungsweise 6,7% zurück.

Das Nettoergebnis betrug -2,1 Mio. EUR (Vorjahr: -4,6 Mio. EUR). Der operative Cashflow verbesserte sich spürbar um 18,8 Mio. EUR auf -9,0 Mio. EUR. Er ist noch von der relativ schwachen Einnahmesituation im ersten Quartal geprägt, die sich im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich deutlich verbessern wird. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich zum 31. März 2007 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 2,1% auf 5.670 Mitarbeiter. Gegenüber dem Jahresende 2006 stieg sie aufgrund der guten Auftragslage um 20 Mitarbeiter. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31. März 2007 auf 23,7% (31. März 2006: 22,4%). Die Nettofinanzverschuldung betrug zum 31. März 2007 123,7 Mio. EUR, nachdem sie am Jahresende 2006 bei 96,5 Mio. EUR gelegen hatte. Der Finanzmittelbedarf wurde vollständig aus den flüssigen Mitteln bestritten.

Unverändert positiver Ausblick

Mit Blick auf die angekündigten Investitionsprojekte vieler Automobilhersteller erwartet Dürr, dass der Auftragseingang des Konzerns im Jahr 2007 mindestens das hohe Niveau von 2006 erreichen wird. Beim Ertrag rechnet das Unternehmen für 2007 mit einer deutlichen Steigerung. 2008 soll sich das Ergebnis weiter verbessern. Dafür spricht, dass Dürr angesichts der guten Projektsituation eine selektivere Auftragsakquisition betreiben kann. Die Zielrendite für 2008 beträgt unverändert 4% bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern und 5% bezogen auf das operative Ergebnis (EBIT vor Einmaleffekten). Basierend auf der neuen Konzernstruktur ergibt sich rechnerisch eine EBITDA-Zielrendite von 6,5%, zuvor war Dürr von bis zu 8% ausgegangen.

Veröffentlichungsdatum: 10.05.2007 - 08:09
Redakteur: rpu
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