WKN:
630500
ISIN:
DE0006305006
Straße, Haus-Nr.:
Ottostraße 1,
D-51149 Köln-Porz (Eil), Deutschland
Telefon:
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IR Ansprechpartner:
Frau Svenja Schildknecht
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Im Geschäftsjahr 2006 alle Ziele erreicht
Der DEUTZ-Konzern kann für das Geschäftsjahr 2006 wieder auf eine sehr positive Entwicklung zurückblicken. In allen Zielgrößen wurden deutliche Steigerungen erreicht. Mit einem Auftragsein-gang in Höhe von 1.623,0 Mio. EUR wurde der Vorjahreswert um 20% übertroffen. Der Absatz legte auf 237.293 verkaufte Motoren zu, das entspricht einem Plus von 21%. Der Konzernumsatz stieg auf 1.490,0 Mio. EUR und damit um rund 13%. Das operative Ergeb-nis (EBIT vor Einmaleffekten) verbesserte sich deutlich um 30% auf 81,5 Mio. EUR. Somit lag die EBIT-Rendite mit 5,5% spürbar über dem Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 61,5 Mio. EUR. Der aus dem Vorjahr in der DEUTZ AG verbliebene Verlustvortrag konnte vollständig abgebaut werden.



DEUTZ erzielte in 2006 einen hohen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 110,2 Mio. EUR, der im Wesentlichen auf der guten Ergebnisentwicklung beruht. Bedingt durch die Rückführung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten hat sich die Netto-Finanzverschuldung im Vergleich zum 31. Dezember 2005 weiter reduziert und erreichte zum Ende des Berichtsjahres mit 10,8 Mio. EUR einen niedrigen Wert. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) konnte insbesondere aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung auf fast 10% gesteigert werden. Die WorkingCapital-Quote hat sich gegenüber 2005 weiter verbessert. Sie sank zum 31. Dezember 2006 auf rund 16%. Die Eigenkapitalquote des Konzerns stieg auf einen Spitzenwert von rund 31%, der sowohl durch das positive Konzernergebnis als auch durch die Wandlung von Genussrechten und Schuldverschreibungen erreicht wurde.

Mit einer Steigerung um 27% auf 85,8 Mio. EUR lagen die Investitionen (ohne Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen) im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich über dem Vorjahreswert von 67,6 Mio. EUR. Schwerpunkte der Investitionen waren Kapazitätserweiterungen für die Kompaktmotoren, insbesondere an den Ferti-gungsstandorten in Deutschland und Spanien und für den neuen Nutzfahrzeugmotor TCD 2013 4V sowie für den Ausbau des Standortes Ulm zum Kompetenzzentrum für die Produktion luft-gekühlter Motoren. Auch wurde das neue Gebäude für die Zentrale in Köln-Porz bezugsfertig.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag im Jahr 2006 mit 66,4 Mio. EUR nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Damit betrug der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen am Neumotorenumsatz 5,6%. Im Mittelpunkt der F&E-Aktivitäten standen serienbegleitende Maßnahmen für die Einführung des neuen Nutzfahrzeugmotors und die Neu- und Weiterentwicklung von Baureihen für Nonroad-Anwendungen. Weitere bedeutende Projekte waren die Erprobung von Motoren, die mit Rapsöl betrie-ben werden können und die Entwicklung eines Hybridantriebs. Zum Jahresende 2006 waren im DEUTZ-Konzern weltweit 5.327 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anstieg von über 5%. Der Aufbau erfolgte vor allem in den produktiven Bereichen für das gestiegene Bauprogramm und für den Anlauf der Serien-produktion des neuen Nutzfahrzeugmotors.



Das Wachstum war vor allem durch die Entwicklung im Segment Kompaktmotoren geprägt. Dort stieg der Auftragseingang um 26% auf 1.289,1 Mio. EUR. Mit 236.588 verkauften Motoren lag der Absatz um 21% über dem Vorjahreswert. Beim Absatz von Moto-ren von 4 bis 8 Liter Hubraum konnte eine Steigerungsrate von 28% gegenüber 2005 erzielt werden. Zu dieser sehr guten Ent-wicklung trug der Ausbau der Kooperationen maßgeblich bei. Das Umsatzwachstum von 18% auf 1.175,9 Mio. EUR und die hohe Aus-lastung schlugen sich positiv im operativen Ergebnis nieder, das mit 68,3 Mio. EUR den Vorjahreswert um 21% übertraf. Wachstumsschwerpukte lagen in den Anwendungsbereichen Mobile Arbeitsmaschinen, Stationäre Anlagen und Automotive.

Auch DEUTZ Power Systems hat sich im Geschäftsjahr 2006 sehr erfreulich entwickelt. Nachdem in 2005 noch über zwei Drittel des operativen Ergebnisses durch das zum 31. März 2005 veräußerte Marine-Servicegeschäft erwirtschaftet wurde, hat sich im Berichtsjahr das operative Ergebnis mit rund 15 Mio. EUR auf vergleichbarer Basis vervierfacht. Der Motorenabsatz sank erwartungsgemäß aufgrund der planmäßig reduzierten Auslieferung von Dieselmotoren auf 705 Motoren. Der darin enthaltene Absatz von Gasmotoren wurde allerdings um rund 45% gesteigert. Der Umsatz stieg vergleichbar um rund 5% auf 314,1 Mio. EUR. Der Anteil der Gasmotoren am Segmentabsatz und -umsatz von DEUTZ Power Systems beträgt damit jeweils rund 90%. Der vergleichbare Auftragseingang legte um 11% zu.

Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG: „Die sehr guten Ergebnisse von 2006 stimmen uns für das laufende Jahr sehr positiv. Wir erwarten einen Absatz von rund 260.000 Motoren, dazu kommen noch die Motoren aus unserem Joint Venture in China, dessen Gründung für Mitte des Jahres vorgesehen ist. Unser Ziel ist es, das Konzernergebnis in zweistelliger Millionen-höhe zu steigern und erstmals nach über 20 Jahren für 2007 wie-der eine Dividende zu zahlen.“

Aufgrund des sehr guten Auftragsbestands und vor dem Hintergrund des guten konjunkturellen Umfelds rechnet der Vorstand unter der Annahme einer im Durchschnitt gegenüber 2006 unveränderten Währungs- und Rohstoffkostenentwicklung für 2007 mit einem Umsatzanstieg zwischen 6 bis 10%. Das operative Ergeb-nis soll ebenfalls weiter verbessert werden, die EBIT-Rendite für 2007 soll rund 7% erreichen. Die Investitionstätigkeit wird im Jahr 2007 nochmals intensiviert, geplant ist ein Investitionsvolumen von weit über 100 Mio. EUR zusätzlich zu den rund 60 Mio. EUR, die für das Joint Venture DEUTZ Dalian bestimmt sind. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen auf dem hohen Niveau des Vorjahres aufrechterhalten werden.

Veröffentlichungsdatum: 27.03.2007 - 11:23
Redakteur: rpu
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