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Frau Denise Hille

Achterbahn: Gerüchte um IPO des Eichborn Verl - Muss Image als "Werner-Aktie" mögli
Deutlich im Minus steht bislang unsere Position in Achterbahn. Nachdem wir das Papier in Ausgabe 10/99 bei Kursen um 120 Euro zum Kauf gestellt hatten, folgte ein empfindlicher Rückgang in den Bereich um 80 Euro. Grund hierfür waren vor allem die nicht erfüllten Erwartungen an den Werner 3-Film "Volles Rooaaaa!!!", der nur 3 Mio. Kinobesucher anlockte, verglichen mit 5 Mio. Zuschauern bei den ersten beiden Filmen. Nachdem Aktionäre und Analysten im Vorfeld der Films in Euphorie über die erwarteten Rekordeinnahmen schwelgten, wog diese Enttäuschung schwer. Obgleich der Verkauf des zugehörigen Buchs mit 105.000 Exemplaren die Planziele mehr als erreichte, lässt sich damit eine gewisse Werner-Müdigkeit in Deutschland feststellen.

Das Medienunternehmen muss deshalb mehr denn je die Diversifizierung in andere Bereiche vorantreiben, um das Image der "Werner-Aktie" möglichst bald abzulegen. Mit den Anteilen an Baumhaus Medien AG und Eichborn Verlag AG weist der Konzern bereits zwei entwicklungsfähige Beteiligungen auf, welche die in sie gesetzten Erwartungen für 1999 übertroffen haben. Wie der Spezialwerte-Report aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, soll der Eichborn Verlag bereits früh im nächsten Jahr an die Börse gebracht werden, so dass diese Beteiligung separat bewertbar wäre.

Das Management hatte in seinem letzten Statusbericht angekündigt, im Zusammenhang mit den "anstehenden Aufgaben der Internationalisierung und weiteren Diversifizierung" schon "innerhalb der nächsten Zeit konkrete Ergebnisse unserer Arbeit der vergangenen Wochen für alle Aktionäre deutlich" zu machen. Das IPO von Eichborn könnte dazu gehören, aber auch weitere Akquisitionen von kleineren Verlagen und Medienunternehmen.

Wir denken, dass die Achterbahn-Aktie nach der Schwächephase nun neue Phantasie erhalten wird. Das stark von der Internet Financial Community beachtete Papier könnte auch von dem Aktiensplit im Verhältnis 1:3 profitieren, der nach unseren Informationen in allernächster Zeit durchgeführt werden soll. Nach unserer Einschätzung wird die weitere Entwicklung des Papiers vor allem durch Nachrichten über neue Kooperationen, Beteiligungen und Filmprojekte beeinflusst werden. Schafft es das Management im neuen Jahr, einen kontinuierlichen Strom guter Nachrichten aufzubauen, sehen wir auch über den bisherigen Höchststand hinaus deutliches Kurspotential. Mittelfristig können wir uns bei Achterbahn auch einen Gang an den Neuen Markt gut vorstellen, der zusätzliche Publicity bringen würde. Bei derzeitigen Kursen von rund 95 Euro sollte die Position deshalb verbilligt werden.



Veröffentlichungsdatum: 29.12.1999 - 03:31
Redakteur: Apollo-Verlag
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