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Neuemission NorCom - Der Spezialist für Sicherheits-Software ist &
Der Spezialist für Sicherheits-Software ist in einem ähnlichen Bereich tätig wie Utimaco oder Articon, allerdings sieht sich das Unternehmen selbst als in seiner Nische führend. Der IT-Dienstleister konzentriert sich insbesondere auf die Anwendung in großen Netzwerken, die beispielsweise von renommierten Großkunden wie der Dresdner Bank, der Commersbank oder der Hypovereinsbank in ihren Filialnetzen eingesetzt werden.

Das Wachstum des Sicherheitsmarktes beträgt nach Meinung vieler Analysten gut 20 Prozent pro Jahr, in einer erst kürzlich erschienenen Studie werden dem europäischen Markt für die nächsten 6 Jahre durchschnittlich sogar nahezu 60 Prozent Wachstum pro Jahr zugetraut. Sollte diese Einschätzung zutreffen, so betrüge der Markt in 2005 allein in Europa fast 25 Milliarden Dollar. Insbesondere durch den Jahreswechsel dürften die Investitionshemmungen vieler Unternehmen in explodierende Umsätze der Branche münden.

NorCom konnte schon in der Vergangenheit mit hohen Wachstumsraten aufwarten und hat seine Umsatzplanung nach Aussagen der Chefin Liliana Nordbakk eher konservativ gesetzt; so seien für 2000 zwischen 8 und 11 und für 2001 zwischen 21 und 25 neue Kunden notwendig, um die geplanten Umsätze zu erreichen. In Anbetracht eines Kundenpotential von 1.500 Unternehmen in Deutschland sowie der geplanten Expansion ins europäische Ausland erscheinen diese Vorgaben mehr als realistisch. Des weiteren sind auch Übernahmen im Dienstleistungsbereich nicht ausgeschlossen.

Erzielte NorCom bisher mit 80 Prozent den größten Teil seiner Erlöse mit Beratungsleistungen, so soll künftig der Anteil der eigenen Software-Verkäufe steigen. Im Jahr 2002 soll daraus rund ein Drittel der Umsätze stammen, wodurch die schon jetzt rund 20prozentige Umsatzrendite weiter zulegen könnte. Das wichtigste Produkt in diesem Bereich ist die im Auftrag der dresdner Bank entwickelte NorCom Global Security (NGS), eine flexible Software zur individuellen Anpassung an die Anforderungen der einzelnen Mitarbeiter, die auch Auffälligkeiten wie Passwortänderungen oder ähnliches erkennt und erstmals im Oktober auf der Systems 99 vorgestellt werden soll.

Phantasie kommt zusätzlich aus dem Joint-Venture DreTec in Dublin, bei dem mit der Dresdner Bank als Finanzpartner eine Tochter gegründet wurde. Zweck der Kooperation ist die Erschließung der neuen Geschäftsfelder e-Business und e-Banking-Produkte. Ein erster Erfolg wurde mit einer internetbasierenden Vermögensverwaltung erzielt, die allen Beratern der Dresdner Bank schon jetzt den Zugriff auf vorhandenes Research ermöglicht. Nach einem "delay" von sechs Monaten fallen alle Nutzungs- und Vertriebsrechte exklusiv an NorCom zuück.

Die Bewertung liegt mit einem 2000er-KGV von 30 und einer Umsatzbewertung mit etwas unter 4 für 2001 im grünen Bereich, wenn man die beiden NM-Unternehmen Utimaco und Articon als Vergleich heranzieht. Auch in Anbetracht der Wachstumsraten vn über 50 Prozent erscheint diese Bewertung problemlos vertretbar. Unverständlich bleibt in Anbetracht dieser Umstände der hohe Anteil der emittierten Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre (ca. 39 Prozent), was wir als einziges Haar in der Suppe ausmachen können.
Allerdings ist beruhigend, daß die Bezahlung der Vorstände ausschließlich in Form von Aktienoptionen erfolgt; auch die Mitarbeiter profitieren von Optionsprogrammen, wobei die Latte mit einem Kursanstieg um mindestens 25 Prozent im Jahr nicht gerade niedrig liegt. Allerdings sind diese Programme wohl nur dann zur Gewinnung neuer Mitarbeiter, vor allem für den Vertrieb, geeignet, wenn NorCom tatsächlich eine anständige Performance zustande bringt. Insofern drückt sich die Überzeugung der Vorstände vom Unternehmen auf diesem Wege ebenfalls aus.

Obwohl die Aktie sowohl günstig bewertet als auch aussichtsreich erscheint, sind die Graumarktkurse bislang eher zurückhaltend. Wir raten dennoch dazu, NorCom zu zeichnen und gegebenenfalls an der Börse zu Kursen etwas über der Bookbuilding-Spanne zu kaufen. Zumindest längerfristig dürfte ein Engagement lohnend sein, da sowohl vergleichbare Unternehmen in Deutschland als auch den USA deutlich höher bewertet werden. Durchaus möglich, daß hier eine Perle in der Neuemissionsflut unterzugehen droht....



Veröffentlichungsdatum: 26.09.1999 - 03:04
Redakteur: bf
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