Der Rechtsstreit betrifft die CVLP-Technologie, eine Methode zur Bildung von virusähnlichen Partikeln, die die Gesellschaft zur Entwicklung eines ihrer Therapeutika gegen HPV-induzierte Tumore einsetzt. Mit der Feststellungsklage beabsichtigte MediGene die Klärung der Eigentumsverhältnisse an Patenten hinsichtlich der CVLP-Technologie und behauptete darüber hinaus den Vertragsbruch eines Memorandum of Understandings zwischen Loyola und MediGene über Rechte aus diesen Patenten.
Zudem beschuldigte MediGene Medimmune und einen weiteren Beklagten der Verleitung zum Vertragsbruch bezüglich des Memorandum of Understandings, Vertragsbruch eines Material Transfer Agreements zwischen MediGene und Medimmune sowie schuldhafter Schädigung der künftigen wirtschaftlichen Stellung MediGenes. Loyola und Medimmune wiesen die Beschuldigungen zurück und erhoben Gegenklage, die MediGene ihrerseits bestritt. Das Gericht wies MediGenes nachgeordnete Ansprüche auf Schadenersatz und Unterlassung auf der Basis des Memorandum of Understandings am 19. Dezember 2000 zurück.
In Verhandlungen Mitte März 2001 zu MediGenes Ansprüchen in der Hauptsache auf das Eigentum an den streitigen Patenten hat das Gericht mündlich mitgeteilt, dass es den Anträgen Loyolas und Medimmunes auf Entscheidung im summarischen Verfahren und Abweisung aller Ansprüche MediGenes entsprechen würde. Das Gericht hat sich nicht dazu geäußert, wann es über die verschiedenen Gegenklagen Loyolas und Medimmunes gegen MediGene entscheiden wird.