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HV-Bericht ALEXANDERWERK AG - Sanierung in Angriff genommen, und jetzt fehlen nur noch die regelmäßigen Erfolgsmeldungen

Am 1. September 2004 fand in Remscheid im Schützenhaus die ordentliche Hauptversammlung der ALEXANDERWERK AG statt. Herr Schäfer eröffnete die Sitzung pünktlich um 10 Uhr und übergab nach der Begrüßung der anwesenden Aktionäre, Gäste und Vertreter der Presse, darunter auch Anja Plugge von GSC Research, sowie der Erledigung der Formalien Herrn Eversberg das Wort.


Bericht des Vorstands



Herr Eversberg ging nach einigen einleitenden Worten auf die Kennzahlen des Unternehmens ein. Im Zusammenhang mit der Aktivseite der Bilanz erläuterte er, dass sich die Finanzanlagen aufgrund einer Erhöhung der Sachanlagen in den USA auf 125 nach 27 TEUR im Vorjahr erhöht haben. Die Vorräte sind aufgrund von Abschreibungen auf nicht mehr genutzte Vorräte und auf unfertige Maschinen auf 6,217 (6,802) Mio. EUR gesunken, und die Forderungen aus Lieferung und Leistung haben sich um 14,5 Prozent auf 2,867 (2,502) Mio. EUR erhöht. Grund hierfür waren verspätete Zahlungen, führte Herr Eversberg weiter aus, wohingegen sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Wesentlichen aus Warenforderungen gegen das Tochterunternehmen in den USA bestehen, auf 562 (782) TEUR verringert haben, mit der Folge, dass die Forderungen gegenüber dem Vorjahr mit 3,543 (3,547) Mio. EUR nahezu unverändert geblieben sind.



Mit Blick auf die Passivseite wies Herr Eversberg darauf hin, dass das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 1,453 (3,277) Mio. EUR betrug. Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, und die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für die Altersteilzeit, rückständige Urlaubslöhne und -gelder, Garantieverpflichtungen, noch zu erbringende Leistungen im Anlagenbau sowie Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und für ausstehende Eingangsrechnungen. Der Vorstand betonte, dass die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 4,352 (4,862) Mio. EUR reduziert werden konnten.



In der Gewinn- und Verlustrechnung sind nach Aussage von Herrn Eversberg die Umsatzerlöse auf 14,293 (15,343) Mio. EUR gesunken, der Inlandumsatz betrug rund 5,5 und der Auslandsumsatz rund 8,7 Mio. EUR. Der Materialverbrauch verringerte sich auf 32,4 nach rund 35 Prozent im Vorjahr. Der Personalaufwand reduzierte sich aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl (159 nach 179) auf 6,584 (7,106) Mio. EUR, während sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht auf 2,778 (2,471) Mio. EUR erhöhten.



Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug minus 1,771 Mio. EUR gegenüber 54,719 TEUR, so der Vorstand weiter, und in der Summe führte dies zu einem Bilanzverlust von 2,236 (0,312) Mio. EUR.



Nun ging Herr Eversberg auf den Verlauf des ersten Halbjahrs 2004 ein. So konnte der Umsatz von 7,496 auf 8,436 Mio. EUR gesteigert werden. Diese Umsatzsteigerung resultiert aus einer Steigerung des Umsatzes im Bereich Industrie, während der Bereich Nahrungsmittel weiter rückläufig war. Das gleiche Bild zeigt sich auch im Bereich des Auftragsbestands und des Auftragseingangs, betonte Herr Eversberg. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 265 TEUR.



Für das Jahr 2004 rechnet Herr Eversberg mit einem Umsatz von 15,630 Mio. EUR bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 612 TEUR und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 651 TEUR. Er wies darauf hin, dass die außerordentlichen Aufwendungen aus dem Sozialplan für die gegründete Transfergesellschaft herrühren und dass die sich daraus ergebene Reduzierung der Personalkosten erst im nächsten Jahr voll zum Tragen kommt



Am 18.6.2004 hatten die Banken die Kredite gekündigt und die Gesellschaft aufgefordert, ein Beratungsunternehmen zu engagieren. Der Bericht der Überprüfung durch die Hanse Consult liegt nach Aussage von Herrn Eversberg seit Ende Juli vor. Ergebnis dieser Untersuchung war unter anderem, dass über Jahrzehnte die internen Prozesse nicht angepasst wurden, im Unternehmen ein ungewöhnlich hohes Entlohnungsniveau vorlag sowie kein strategisches Marketing und Consulting betrieben wurde. Abschließend wurde jedoch auch festgestellt, dass die Sanierungsfähigkeit deutlich über 50 Prozent liegt.



Die eingeleiteten Maßnahmen und das Ergebnis der Hanse Consult wurde den Banken präsentiert, und als Folge haben sich diese bereit erklärt, das Unternehmen für ein weiteres Jahr zu begleiten, so Herr Eversberg. Im weiteren Verlauf ging er dann näher auf die eingeleiteten Maßnahmen zur Sanierung der ALEXANDERWERK AG ein.



So sollen die aus möglichen Teilverkäufen von Immobilen resultierenden Einnahmen zur Verbesserung der Liquiditätssituation genutzt werden. Die Organisationsstruktur wurde, wie bereits auf der außerordentlichen Hauptversammlung vorgestellt, verschlankt, und im Zuge dieser Maßnahme wurden 31 Mitarbeiter an die Transfergesellschaft abgegeben. Gegenwärtig befindet sich die Verwaltung in Gesprächen und den notwendigen Abstimmungsprozessen für einen Sanierungs-Tarifvertrag. Zudem wurde die Intensivierung des Vertriebs in Angriff genommen, und im Zuge dessen wurde in den USA ein neuet General Manager eingestellt mit der klaren Auflage, den Umsatz zu verdoppeln. Auch der Einsatz moderner Informationssysteme wurde inzwischen umgesetzt, um richtig loslegen zu können, fehlen nur noch entsprechende Ressourcen.



Auf der Immobilienseite werden gegenwärtig gemäß der Marktnachfrage zwei Projekte vorangetrieben. So steht ein Mietvertrag kurz vor der Unterschrift mit dem Mieter Fairplay, der einen In-Door-Spielplatz betreiben will. Mit dem Vertragsabschluss wird in den nächsten ein bis zwei Wochen gerechnet. Des Weiteren wurde von einem Discounter eine Bauvoranfrage für eine Fläche von rund 6.000 m2 an der Kippdorfstraße gestellt. Der Vertrag für den Verkauf dieses Grundstücks liegt schon vor und ist nur noch von der Zustimmung seitens der Stadt abhängig. Herr Eversberg rechnet mit dieser in den nächsten vierzehn Tagen. Die daraus resultierenden Einnahmen sollen konsequent zur Verbesserung der Liquiditätssituation genutzt werden.



Die Auswirkungen des Transfersozialplans gestalten sich so, dass mit einer Entlastung bei den Personalkosten ab dem 1.7.2004 in Höhe von 892 TEUR auf der Basis von 30 Mitarbeitern gerechnet wird. Da inzwischen ein weiterer Mitarbeiter hinzugekommen ist, der auch in die Transfergesellschaft wechselt, geht der Vorstand von einer Einsparung von rund 1 Mio. EUR aus.


Allgemeine Diskussion



Die Diskussion war in weiten Teilen geprägt von den Sanierungsmaßnahmen, der angespannten Liquiditätslage und der Bewertung des Immobilieneigentums der ALEXANDERWERK AG sowie vor allem von der Bitte des Aufsichtratsvorsitzenden Herrn Schäfer, das Unternehmen doch bitte nicht kaputt zu diskutieren und keine Informationen abzufragen, deren Herausgabe die Situation des Unternehmens in der besonders schwierigen Lage weiter verschlechtern würde. Immer wieder kam der Hinweis von Herrn Schäfer, nicht zu vergessen, dass es sich bei der ALEXANDERWERK AG um einen Sanierungsfall handelt.



Auf die Frage eines Aktionärs, wie sich die Gesellschaft die Intensivierung des Vertriebs vorstellt, erläuterte Herr Eversberg, in der nächsten Woche werde eine Vertretertagung stattfinden, und in diesem Zusammenhang werde diese Frage intensiv diskutiert werden. Er bat hier um Verständnis, den Ergebnissen dieser Tagung nicht vorgreifen zu wollen. Der Vertrieb im Bereich Nahrungsmittel erfolgt durch Agenturen und Vertreter, der eigene Vertrieb entspricht dem gängigen Standard.



Des Weiteren wurde nachgefragt, warum kein interner Berater genommen wurde und wie teuer der externe war. Wie Herr Schäfer erläuterte, war die Einschaltung eines externen Beraters eine Auflage der Banken, und Herr Eversberg ergänzte, dass der preiswerteste der vorgeschlagenen Berater gewählt wurde und dass dieser 25 TEUR gekostet hat. Das Projekt ist zudem in enger Abstimmung mit diesem durchgeführt worden, und Herr Eversberg verwies in diesem Zusammenhang auch auf seine Ausführungen auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Juni 2004.



Mit Blick auf die Produkte des Unternehmens interessierte sich ein weiterer Aktionär für den technischen Stand sowie die Position im Markt. Nach Aussagen der Verwaltung gehört die ALEXANDERWERK im Bereich der Industrieprodukte zu den Marktführen, während im Bereich der Nahrungsmittel in den letzten zehn Jahren nicht viel getan worden ist. Wie Herr Eversberg weiter betonte, erweist sich das Nahrungsmittelgeschäft trotz aller Vorbehalte als vergleichsweise stabiles Geschäft, wohingegen der Industriebereich durch eine hohe Volatilität auf der einen, aber auch einen hohen Deckungsbeitrag auf der anderen Seite geprägt ist.



Auf der außerordentlichen Hauptversammlung wurde eine mögliche Schließung des Bereichs Nahrungsmittel angesprochen, in diesem Zusammenhang ist die Verwaltung jedoch den Empfehlungen des Beraters nachgekommen, diesen Bereich weiterhin zu betreiben und hierbei verstärkt das Ziel der Erreichung eines ausgeglichenen Ergebnisses zu verfolgen. Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund gefällt, dass zum einem eine Schließung teurer wäre, und vor allem auch, weil in diesem Bereich konstant Umsätze zur Stützung des gesamten Unternehmens erwirtschaftet werden.



Auf die Bemerkung hin, warum in der Planung für die nächsten Jahre kein deutlicher Umsatzanstieg berücksichtigt worden ist, betonte Herr Schäfer, er halte nichts davon, eine Sanierung auf der Basis eines stetigen und deutlichen Umsatzanstieges durchzuführen, die Erzielung von Erträgen ist nach seiner Einschätzung deutlich wichtiger. In Bezug auf Anmerkungen eines weiteren Aktionärs zu den hohen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung führte er weiter aus, dass das größte Problem derzeit die Liquidität ist und dass deswegen Lieferantenkredite in Anspruch genommen werden müssen.



Nach weiteren Bitten um Erläuterungen seitens verschiedener Aktionäre ging Herr Eversbarg noch einmal auf die Themenbereiche Kreditverbindlichkeiten und Liquidität ein. Die Tilgung erfolgt in Absprache mit den Banken, und er wiederholte noch einmal, dass Mittelzuflüsse aus Verkäufen von Immobilien zur Wahrung der Liquidität genutzt werden sollen, da die Liquiditätssituation immer noch sehr angespannt ist. Ein Teil wird auch zur Tilgung der Kreditverbindlichkeiten genutzt, wobei die Höhe der Tilgung mit den Banken abgesprochen wird.



Der Auslandsanteil am Unternehmensumsatz beträgt 62,8 Prozent und wird sich in den nächsten Jahren noch steigern, so der Vorstand auf die Frage des Aktionärs Herr Geson. In der ebenfalls angesprochenen Position der außerordentlichen Abschreibung in Höhe von rund 2 Mio. EUR sind laut Vorstand alle Risiken enthalten. Zur Frage nach einer möglichen Kapitalerhöhung und der Aktionärstruktur erläuterte Herr Schäfer, dass keine Kapitalerhöhung geplant ist und dass sich die Aktionärsstruktur nicht verändert hat.



Der Aktionär Schenk kritisierte, dass die Sanierungstarifverhandlungen erst im Nachgang zur Entscheidung und Umsetzung der Gründung einer Transfergesellschaft aufgenommen wurden, und er fragte nach, ob betriebsbedingte Kündigungen nicht preiswerter gewesen wären. In seiner Stellungnahme erläuterte Herr Schäfer, diese Fragestellung wirke sich seiner Ansicht nach ungünstig auf die laufenden Verhandlungen aus. Er betonte, dass die Alternative betriebsbedingte Kündigungen direkt und unmittelbar zu einem Liquiditätsabfluss geführt hätte, und das bei einer ohnehin schon angespannten Liquiditätslage. Ferner ist seines Erachtens auch die Überführung der Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft sozial verträglicher als eine Kündigung.



Hinsichtlich der ebenfalls bemängelten Schieflage zwischen Umsatz und Anzahl der Mitarbeiter räumte Herr Eversberg ein, das Verhältnis sei zwar nicht optimal, es seien aber alle Bereiche nach Einsparungspotentialen durchforstet worden, und in einigen Teilbereichen sei schon heute die Kapazitätsgrenze erreicht. Er wies in diesem Zusammenhang auch auf die zwei völlig unterschiedlichen Produktlinien mit unterschiedlichen Bedürfnissen hin.



Die Nennung der Buchwerte der Immobilen verweigerte Herr Eversberg mit Blick auf die anstehenden Verkaufsverhandlungen, und Aufsichtsratschef Schäfer wies darauf hin, dass eine Nennung der Gesellschaft erheblichen Schaden zuführen würde. Die Liquidität ist bis Ende 2004 gesichert und wird sich durch den Verkauf der Immobile verbessern.



Herr Rüter bat um weitere Erläuterungen, wie der Bilanzverlust zustande gekommen ist, zu den einzelnen Segmenten und zu den Grundpfandrechten auf die Immobilien. Seiner Ansicht nach wurde die Vermögens- und Ertragslage sehr schwammig dargestellt, weshalb er in diesem Zusammenhang um weitere Ausführungen bat. Zudem wollte er wissen, wie groß der Druck der Banken werden könnte.



Nach Aussage der Verwaltung resultiert der Bilanzverlust in Höhe von rund 2,2 Mio. EUR aus dem verringerten Umsatz, der durch Personalreduzierungen nicht aufgefangen werden konnte, sowie auch durch die entstandenen sonstigen Aufwendungen in Höhe von 300 TEUR. Herr Schäfer ergänzte, dass das neue EDV-System mehr Einblick in die Situation des Unternehmens gewährt hat und neue Bewertungen zur Folge hatte und dass der hohe Auftragsbestand nicht realisiert werden konnte. Aufgrund der desolaten EDV-Struktur kann derzeit noch keine umfassende Segmentberichterstattung erstellt werden, Ziel der eingeleiteten Maßnahmen ist es gerade, Transparenz zu schaffen, so Herr Eversberg.



In drei unabhängigen Wertgutachten wurde auf der Basis des Ertragswerts ein Wert der Immobilien in Höhe von rund 9,5 Mio. EUR ermittelt, dieser Wert bewegt sich ungefähr in der Höhe der Kreditlinie, und die Immobilien sind mit rund 4,3 Mio. EUR Grundpfandrechten belastet. Die Verwaltung arbeitet hier mit der Deutschen Bank und der Commerzbank zusammen.



Den Vorschlag, eine Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung durchzuführen, betrachtete Her Schäfer als einen nicht durchführbaren Weg, denn wer gibt einem noch Geld, wenn die Banken schon keines mehr geben, und zudem würden die Banken das Geld sofort einfordern, es käme somit nicht der Gesellschaft zu gute. Sale-und-Lease-Back wurde ebenfalls geprüft, aber für die einen war das Volumen zu klein, und bei den anderen waren die Konditionen zu schlecht, führte Herr Eversberg weiter aus.



Im Zusammenhang mit der Anmerkung eines Aktionärs unter Verweis auf die Horus AG, ob eine Erklärung von der Verwaltung unterschrieben wurde, in der versichert wird, dass Insiderkenntnisse und Sondervorteile nicht ausgenutzt werden, erklärte Herr Schäfer, er halte eine zusätzliche Erklärung nicht für sinnvoll und erforderlich, denn da würde mehr oder weniger nur drinstehen "ich übertrete nicht das Aktien- und Wertpapierhandelsgesetz". In diesem Zusammenhang sprach er Herrn Küfner das volle Vertrauen aus.



Abschließend erläuterte Herr Eversberg noch auf die Frage nach der in der Bilanz aufgeführten Anzahlung, diese resultiere aus einem Geschäft in China in Höhe von 1,3 Mio. EUR, und dabei handle es sich um die vertraglich vereinbarte Anzahlung von 20 Prozent.



Nachdem keine weiteren Fragen mehr gestellt wurden, nahm Herr Schäfer noch Stellung zum Bericht des Aufsichtrats mit Verweis auf die Seite 14 des Geschäftsberichts und leitete dann die Abstimmung ein.


Abstimmungen



Die Präsenz wurde mit 58.049 Aktien bei einem Grundkapital in Höhe von 2,496 Mio. EUR, eingeteilt in 96.000 Aktien, entsprechend 60,4 Prozent festgestellt. Bei der Entlastung von Vorstand (TOP 2) und Aufsichtrat (TOP3) ergaben sich einige Neinstimmen (3522, 3482) und nur wenige Enthaltungen (265, 200). Die Wahl von Herr Daum, Remscheid, in den Aufsichtrat (TOP 4) erfolgte einstimmig ebenso wie die Wahl der PWC Köln zum Abschlussprüfers (TOP 5).



Bei der Wahl in den Aufsichtsrat bat Herr Schäfer Herrn Daum, sich kurz vorzustellen, wobei er darauf hinwies, dass es eigentlich nicht notwendig wäre, da in Remscheid jeder Herrn Daum kennen würde bzw. müsste.



Herr Daunm machte zunächst einige Angaben zu seiner Person und erläuterte, dass er seit April diesen Jahres der ALEXANDERWERK beratend zur Seite steht. Auf die Frage, ob dieses Mandat nicht mit seiner Funktion als Aufsichtrat kollidieren wird, wies er darauf hin, dass dieses Thema bekannt ist, und er versicherte, dass er dies entsprechend sensibel behandeln wird.



Die Hauptversammlung endete um 12:50 Uhr.


Fazit



Nach der außerordentlichen Hauptversammlung vom Juni diesen Jahres fand nun die ordentliche Hauptversammlung der ALEXANDERWERK AG statt, auf der sich aus Sicht der Berichterstatterin der erste Eindruck von dem neuen Vorstand bestätigt hat. Herr Eversberg ist ein Mann der mehr leisen und ruhigen Töne und ein Analytiker, Eigenschaften, die dem Unternehmen in der sehr schwierigen Lage zu Gute kommen dürften, da nach dem Schock über die Meldung des Verlusts des hälftigen des Grundkapitals nun Ruhe einkehren muss, um die Gesellschaft dauerhaft zu sanieren.



Die Entwicklung der Situation bei der ALEXANDERWERK AG zeigt eindrucksvoll, dass Visionen und Potenziale, die in einem Unternehmen vermutet werden, allein nicht ausreichen, um die Probleme zu bewältigen, sondern dass dafür deren Umsetzung zwingend erforderlich ist. Aus Sicht der Berichterstatterin erscheinen die aufgezeigten Maßnahmen sinnvoll, und die Umsetzung wurde bereits eingeleitet.



Zur weiteren Stabilisierung des Unternehmens und auch des Vertrauens der Aktionäre und der Banken in das Unternehmen fehlen jetzt nur noch die regelmäßigen Erfolgsmeldungen sowie die Mittelzuflüsse aus Objektvermietungen und Grundstücksverkäufen. Positiv zu werten ist, dass nach dem vorliegenden Eindruck im Rahmen der eingeleiteten Sanierung die Produktion und die Erzielung nachhaltiger Ergebnisse in diesem Bereich im Vordergrund zu stehen scheinen.


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Veröffentlichungsdatum: 09.09.2004 - 08:22
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