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IVU: Umsatz und EBIT schwächer - Ergebnis durch hohe Sondereffekte belastet

Die IVU Traffic Technologies AG hat im Geschäftsjahr 2003 einen Umsatz von rund 30 Mio. EUR erreicht, 16% weniger als 2002. Das EBIT verschlechterte sich von 0,8 Mio. EUR auf -6,2 Mio. EUR, der Konzernverlust von -3,5 Mio. EUR auf -7,4 Mio. EUR. Der Vergleich von Umsatz und EBIT mit dem Vorjahr ist durch eine Reihe von Sondereffekten verzerrt.

So waren 2002 Rechnungen im Wert von rund 5 Mio. EUR gestellt worden für Projekte, die Verzug hatten. Berücksichtigt man dies, hat die IVU 2001, 2002 und 2003 annähernd den gleichen Umsatz erreicht. Darüber hinaus waren 2002 erhebliche Sondererträge durch Anteilsverkäufe und die Auflösung von Rückstellungen angefallen. Der Vergleich mit dem Vorjahr wird außerdem dadurch verzerrt, dass die IVU 2003 deutlich weniger Eigenleistungen aktivierte als noch 2002. Die Summe dieser Effekte beläuft sich auf 5,8 Mio. EUR, die auf das Ergebnis im Geschäftsjahr 2003 durchschlagen.

"Wir hatten uns vom Geschäftsjahr 2003 mehr erwartet und können mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein", sagte Prof. Dr. Ernst Denert, der Vorstandsvorsitzende der IVU in Berlin. "Allerdings haben wir dieses schwierige Jahr genutzt, um einerseits die Kosten deutlich zu senken und uns andererseits, vor allem was unseren Vertrieb anbelangt, schlagkräftiger aufzustellen. Ich bin deshalb zuversichtlich für 2004", sagte Denert.

Die IVU erwartet für 2004 einen Umsatz von etwa 30 Mio. EUR bei deutlich reduzierten Kosten. Nach der Entlassung von rund fünfzig Mitarbeitern im Frühjahr 2003 liegen die Personalkosten im laufenden Jahr um mehr als 2 Mio. EUR niedriger. Auch die sonstigen Kosten werden weiter reduziert. Darüber hinaus sollen die immer noch hohen, das Ergebnis belastenden Abschreibungen bis 2007 auf ein Normalmaß zurückgeführt werden, das in einem vernünftigen Verhältnis zu den Neu-Investitionen steht. Dazu beitragen wird insbesondere die Tatsache, dass künftig keine Eigenleistungen mehr aktiviert werden.
 
Mehr Umsatz erwartet die IVU 2004 durch die Stärkung ihres Vertriebs im In- und vor allem im Ausland. Tatsächlich decken die bestehenden Auslandsniederlassungen der IVU einen Marktraum ab, der doppelt so groß ist wie der deutschsprachige Raum - bislang tragen sie aber weniger als zehn Prozent zum Umsatz bei. Für das Transportgewerbe, für das die IVU Flottenlogistiksysteme anbietet, ist nach Unternehmensangaben eine konjunkturelle Erholung bereits erkennbar.

Aller Voraussicht nach wird zum Ende des ersten Quartals 2004 mehr als die Hälfte des Eigenkapitals aufgezehrt sein. Aufgrund der vorsichtigen Planung für 2004 ist zu erwarten, dass dies auch zum Jahresende 2004 der Fall sein wird. Diese Tatsache wird der Hauptversammlung am 2. Juni 2004 mitgeteilt. Besondere Kapitalmaßnahmen sind nicht vorgesehen; die Eigenkapitalsituation soll allein durch gutes Wirtschaften verbessert werden.



Veröffentlichungsdatum: 12.03.2004 - 09:59
Redakteur: rpu
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