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Starker Euro schmälert LEONI-Umsatz - Großprojekt in der Ukraine erfolgreich gestartet
Die LEONI AG erzielte im Geschäftsjahr 2003 nach vorläufigen Zahlen einen Konzernaußenumsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 1,08 Mrd. Euro. Das sind rund zwei Prozent weniger als im Vorjahr (1,10 Mrd. Euro). Nicht mehr enthalten sind die Umsatzzahlen der im Dezember 2003 veräußerten Gesellschaft LEONI Flex (2003: 9 Mio. Euro; 2002: 11 Mio. Euro). Dass der Vorjahresumsatz nicht ganz erreicht werden konnte, ist nach Unternehmensangaben auf durch den starken Euro verursachte Währungseinflüsse zurückzuführen. Währungsbereinigt wurde ein Umsatzplus von rund zwei Prozent erreicht. Der vorläufige Jahresüberschuss fiel mit 21,2 Mio. Euro niedriger aus als zu Beginn 2003 geplant. Im Vorjahr lag der um einen Sondereffekt aus der Änderung von Bilanzierungsgrundsätzen bereinigte Jahresüberschuss bei 30,4 Mio. Euro. Der stärkere Rückgang ist weiteren Angaben zufolge auf den Verkauf der französischen Tochtergesellschaft LEONI Flex sowie Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der Schließung der Draht- und Litzenfertigung von LEONI Felisi in Italien im vierten Quartal 2003 zurückzuführen.

Der Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme konnte sich der weltweit schwachen Automobilkonjunktur nicht völlig entziehen. Zudem führten bevorstehende Modellwechsel bei wichtigen Kunden zu weiteren Umsatzeinbußen. Insgesamt erreichte der Bordnetz-Bereich (ohne LEONI Flex) einen Umsatz von rund 558 Mio.
Euro (2002: 588 Mio. Euro). Das entspricht dem erwarteten Rückgang von etwa fünf Prozent. Im Kabel-Bereich machte sich die strategische Ausrichtung auf vier unterschiedliche Märkte und die Präsenz in den wichtigsten Wachstumsregionen bezahlt. Der Umsatz konnte trotz der allgemein unbefriedigenden Wirtschaftslage gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 441 Mio. Euro (2002: 433 Mio. Euro) gesteigert werden. Für den Unternehmensbereich Draht war 2003 erneut ein schwieriges Jahr. Dennoch konnte der  Vorjahresumsatz (82 Mio. Euro) mit  81 Mio. Euro nahezu gehalten werden. Der anhaltend rückläufigen Nachfrage musste mit weiteren Kapazitätsanpassungen begegnet werden.

Das Geschäftsjahr 2003 stand für LEONI ganz im Zeichen der aktuellen Großprojekte im Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme. Im ukrainischen Stryj ist das bislang größte Investitionsvorhaben des Unternehmens, ein Bordnetz-Werk für rund 3.000 Beschäftigte, inzwischen erfolgreich gestartet. Anfang Januar lief dort planmäßig die Serienproduktion von Kabelsätzen für den neuen Opel Astra an. Damit wurde eine wesentliche Voraussetzung für weiteres, deutliches Wachstum ab 2004 geschaffen.

Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2003 werden anlässlich der Bilanzpressekonferenz der LEONI AG am 23. März 2004 in Nürnberg bekannt gegeben.


Veröffentlichungsdatum: 11.02.2004 - 08:51
Redakteur: rpu
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