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STADA: Umsatz wächst, Konzerngewinn rückläufig - Ertrag vor allem durch GMG belastet

STADA hat den Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2004 im Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2003 um +11% auf 396,6 Mio. EUR gesteigert. Der Konzerngewinn verzeichnet einen Rückgang um -14% auf 20,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) beträgt 52,4 Mio. EUR (- 19% vs. 1-6/2003), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 36,2 Mio. EUR (- 24% vs. 1-6/2003), das Ergebnis vor Steuern (EBT) 31,1 Mio. EUR (-23% vs. 1-6/2003). Der Gewinn je Aktie liegt für das 1. Halbjahr 2004 bei 0,75 EUR (1-6/2003: 1,16 EUR; bei einer um rund +33% erhöhten durchschnittlichen Aktienanzahl) bzw. verwässert (nach IAS 33.24) bei 0,75 EUR (1-6/2003: 1,07 EUR). In diesen Ergebnissen sind sowohl belastende wie auch entlastende einmalige Sondereffekte enthalten, die saldiert das Vorsteuerergebnis für die ersten sechs Monate 2004 um insgesamt 2,4 Mio. EUR verbessert haben.

Umsatz und insbesondere Ertrag sind im 1. Halbjahr 2004 massiv durch Auswirkungen gesundheitspolitischer Eingriffe belastet gewesen. Die mit Abstand stärkste Belastung stammt aus den Zwangsrabatten, die STADA nach dem zum 01.01.2004 in Kraft getretenen GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) in Deutschland zu erbringen hat. Im 1. Halbjahr 2004 belaufen sich diese Zwangsrabatte für STADA auf 9,9 Mio. EUR (1-6/2003: 3,1 Mio. EUR) und erreichen damit ca. 32% des in dieser Zeit erreichten Vorsteuergewinns.

Für das Gesamtjahr 2004 hält der Vorstand trotz der aktuellen Belastungen das angestrebte prozentual zweistellige Umsatzwachstum aus heutiger Sicht unverändert für möglich, aber nicht für sicher. Im laufenden 3. Quartal 2004 ist der Konzernumsatz nach sieben Monaten mit ca. +10% weiter gewachsen.

STADA hat das Ziel, dass trotz der Belastungen der Konzerngewinn des laufenden Geschäftsjahres 2004 im Bereich des Vorjahresniveaus liegen soll. Zur Erreichung dieses Ziels hat STADA Kostensenkungsprogramme in den Bereichen Herstellung sowie Marketing und Vertrieb eingeleitet, die insgesamt über 80% der im Konzern anfallenden Kosten ausmachen. STADA hat außerdem im laufenden 3. Quartal die im 1. Halbjahr 2004 außergewöhnlich hohen Rabatte im Direktgeschäft mit deutschen Apotheken zurückgeführt, nachdem auch Wettbewerber zuvor ähnliche Schritte unternommen hatten.

Ob STADA in 2005 im deutschen Markt eine Entlastung durch die Ablösung der Zwangsrabatte durch Festbeträge erwarten kann, ist derzeit offen. Sollten - wie vom GMG vorgesehen - moderate neue Festbeträge unter Einbezug wirkstoffähnlicher, noch patentgeschützter Erstanbieterprodukte eingeführt werden, so sieht STADA Chancen, ohne oder mit nur geringen Preissenkungen bei betroffenen Produkten durch den gleichzeitigen Wegfall der Zwangsrabatte signifikant entlastet zu werden. Diese Art der Festbeträge wird jedoch gegenwärtig in der gesundheitspolitischen Diskussion noch einmal in Frage gestellt. Sollten die Festbeträge ohne die Einbeziehung von patentgeschützten Wirkstoffen festgelegt werden, wäre STADA voraussichtlich durch dann notwendige deutliche Preissenkungen belastet - wobei diese Belastungen durch den gleichzeitigen Wegfall der Zwangsrabatte teilweise oder vollständig kompensiert würden. Sollten vorläufig überhaupt keine Festbeträge festgesetzt werden, würde STADA signifikant entlastet, da die Bemessungsgrundlage für die Zwangsrabatte am 01.01.2005 gemäß GMG von jetzt 16% auf dann nur noch 6% des Herstellerabgabepreises von Produkten mit Wirkstoffen ohne Festbetrag absinkt.

Der Vorstand erwartet, dass die eingeleiteten Maßnahmen auch in 2005 positive Einflüsse auf Umsatz und Ertrag haben werden. Zudem setzt der konzernweite Fluss an Neueinführungen (insgesamt 169 Neueinführungen im 1. Halbjahr 2004) kontinuierliche Wachstumsimpulse. Wenn sich die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in den für STADA wichtigsten nationalen Märkten, insbesondere in Deutschland, jetzt als konstant erweisen und wenn die Märkte zu einer rationalen Preis- und Konditionenpolitik zurückkehren, wird STADA deswegen nach heutiger Meinung des Vorstands den ertragsorientierten Wachstumskurs in 2005 wieder erfolgreich, d.h. mit einem erneuten Umsatz- und Ertragswachstum, fortsetzen können.



Veröffentlichungsdatum: 12.08.2004 - 08:20
Redakteur: rpu
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