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H&R WASAG: Erfreuliche Entwicklung in schwierigem Umfeld - Starkes viertes Quartal erwartet
Auch im dritten Quartal hat die H&R WASAG AG die nochmals gestiegenen Belastungen aus der Rohölpreisentwicklung in hohem Maße kompensieren können. "Die Entwicklung im laufenden Jahr zeigt, dass wir unser Ergebnispotenzial erfolgreich ausbauen und damit sogar extreme Rohstoffpreiserhöhungen immer besser verkraften können", erläutert der Vorstandsvorsitzende Dr. Horst Hollstein.

Bedingt durch die Restrukturierung der Konzernaktivitäten in Großbritannien wurde das Ergebnis im dritten Quartal allerdings durch Sondereffekte in Höhe von 3,9 Mio. EUR belastet. Die aus dem Verkauf von Produktbereichen und der Schließung von Standorten resultierenden Aufwendungen und Abschreibungen werden jedoch im vierten Quartal durch einen entsprechenden Verkaufserlös kompensiert.

Der Spezialchemiekonzern konnte seinen Umsatz im Zeitraum Januar bis September 2005 auf 463,3 Mio. EUR (1.1.-30.9.2004: 365,5 Mio. EUR) steigern; ein Plus von 27% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Wachstum basiert sowohl auf der Erweiterung des Konsolidierungskreises zur Jahresmitte 2004 als auch auf erhöhten Verkaufspreisen. Auf das dritte Quartal entfielen Erlöse von 169,5 Mio. EUR, nach 157,4 Mio. EUR im vorangegangenen zweiten Quartal des laufenden Jahres.

Das Ergebnis wurde - wie bereits in den Vorquartalen - durch die Ölpreisentwicklung negativ beeinflusst. Anfang September erreichte die Brent-Notierung mit über 70 USD wiederum einen neuen Rekordwert. Damit stieg der Rohölpreis seit Jahresanfang stetig um insgesamt 75%. Da die Spezialraffinerien in der umsatzstärksten Geschäftssparte Chemisch-pharmazeutische Rohstoffe die steigenden Materialaufwendungen nur mit einer zeitlichen Verzögerung an die Märkte weitergeben können, standen die Margen während des gesamten Zeitraums unter Druck. In der Folge sank die Rohertragsmarge von 33% im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 30%.

Trotz dieser Mehrbelastungen hat der Konzern das um die Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) um 20% auf 30,3 Mio. EUR (1.1.-30.9.2004: 25,3 Mio. EUR) gesteigert. Das EBITDA erreichte im dritten Quartal 10,8 Mio. EUR.

Die Basis für diese erfreuliche Ergebnisentwicklung liegt insbesondere in der Realisierung umfangreicher Synergien aus der Integration der in 2004 erworbenen, ehemaligen BP-Raffinerie Hamburg. Auch über Plan liegende Ergebnisbeiträge der Handelsaktivitäten in den Überseeregionen sowie eine stabile Entwicklung in den beiden anderen Konzernsparten Kunststoffe und Explosivstoffe haben zur positiven Ergebnisentwicklung beigetragen.

Das um die Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Ertragsteuern stieg in den zurückliegenden neun Monaten sogar um 97% auf 12,2 Mio.
EUR (1.1.-30.9.2004: 6,2 Mio. EUR). Hiervon wurden 4,2 Mio. EUR im zurückliegenden Quartal erwirtschaftet. Das Ergebnis je Aktie für den Zeitraum Januar bis September erreichte 0,33 EUR (1.1.-30.9.2004: 0,17 EUR).

"Unter den Voraussetzungen, dass weitere Belastungen aus der Rohölpreisentwicklung ausbleiben und wir die geplanten Preisanpassungen umsetzen können, erwarten wir für die letzten drei Monate 2005 ein gutes Ergebnis", kommentiert Dr. Hollstein die Aussichten bis zum Jahresende. "Wir hoffen, dass wir im vierten Quartal unser vollständiges Ergebnispotenzial aufzeigen können", erläutert der Vorstandsvorsitzende weiter. Damit sieht die Gesellschaft die Möglichkeit, trotz der unvorhersehbaren Ölpreisentwicklung die zu Jahresbeginn formulierte Erwartung einer Gewinnverdoppelung nahezu zu erreichen.


Veröffentlichungsdatum: 11.11.2005 - 10:40
Redakteur: rpu
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