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Ziegelhäuser Landstraße 3,
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Herr Dr. Martin Flick
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HV-Bericht Deutsche Balaton AG - Gewinn noch einmal auf über 1.250 Euro je Aktie gesteigert

Am 26. August 2026 fand die ordentliche Hauptversammlung der Deutsche Balaton AG für das Geschäftsjahr 2025 in Heidelberg statt. Gut 40 Aktionäre und Gäste, unter ihnen auch Thorsten Renner für GSC Research, hatten sich im Design Offices Heidelberg Colours eingefunden, um sich über die weiteren Perspektiven zu informieren. In Vertretung des verhinderten Aufsichtsratsvorsitzenden Wilhelm Konrad Thomas Zours eröffnete dessen Stellvertreter Philip Andreas Hornig die Hauptversammlung pünktlich um 15 Uhr und begrüßte die Anwesenden. Nach Abhandlung der kurz gehaltenen Formalien übergab Herr Hornig das Wort an den Vorstand, der mit den Herren Rolf Birkert und Alexander Link aus zwei Personen besteht.


Bericht des Vorstands

Nach den Worten von Herrn Link war 2025 ein sehr gutes Jahr für die Deutsche Balaton. Im Konzern lag das Ergebnis bei 135,7 Mio. Euro und in der AG bei 24,5 Mio. Euro. Treiber der guten Performance waren vor allem die stark gestiegenen Gold- und Silberpreise. Dadurch erhöhte sich der Anteil der Rohstoffwerte bei den langfristigen Finanzanlagen von 56 auf 69 Prozent. Vor allem Skeena verzeichnete einen Anstieg um 125,4 Mio. Euro. Insgesamt sah Herr Link weiterhin sehr gute Chancen für Edelmetalle. Trotzdem gab es selektive Gewinnmitnahmen, die sich 2026 fortgesetzt haben.

Im vergangenen Jahr wurde auch die bisherige Beta Systems auf die SPARTA verschmolzen. Ferner gelang der erfolgreiche Verkauf der Mäntel Ming Le und Heidelberger. Das Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens erhöhte sich im vergangenen Jahr um 27,8 Prozent, woraus eine durchschnittlich gewichtete Wachstumsrate für die letzten fünf Jahre von 8,9 Prozent resultiert. Damit lag der Zuwachs innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 0 bis 15 Prozent. Der Gewinn von 24,5 Mio. Euro bei der Deutsche Balaton AG fiel überdurchschnittlich aus, berichtete Herr Link.

Das Bewertungsergebnis summierte sich im vergangenen Jahr auf 166,5 Mio. Euro und war stark von der Entwicklung von Skeena (73,7 Mio. Euro) getrieben. Wie Herr Link berichtete, stiegen die Finanzanlagen auf der Aktivseite durch die Rohstoffpreisentwicklungen deutlich an.

Bei den at-Equity-Bewertungen kam es dagegen zu einem Rückgang, der unter anderem auf die negative Kursentwicklung der 4basebio zurückzuführen ist. Dieser Effekt von rund 28 Mio. Euro ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das Eigenkapital der Aktionäre stieg wie erwähnt um 27,8 Prozent. Dabei verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 85 auf 87 Prozent. Allerdings gab es höhere latente Steuerschulden von 16,9 Mio. Euro aufgrund des Anstiegs der australischen Rohstoffwerte. Das Ergebnis im Segment Vermögensverwaltend belief sich auf 125,3 Mio. Euro. Die beiden anderen Segmente Beta Systems und Biofrontera steuerten jeweils rund 5 Mio. Euro bei. Das Periodenergebnis im Segment Vermögensverwaltend verbesserte sich von 99,5 auf 125,3 Mio. Euro.

Als Tops nannte Herr Link Skeena mit 73,7 Mio. Euro, Almonty mit 16,2 Mio. Euro und Greatland mit 15,2 Mio. Euro. Die Flops waren 4basebio, GMP sowie Altech Batteries, nachdem sich beide Projekte bei Altech nicht umsetzen ließen.

Nach Meinung von Herrn Link hebt die steigende Staatsverschuldung die Inflationserwartung. Auch die Bondrenditen befinden sich auf einem hohen Niveau. Insgesamt bestehen durchaus mehrere Risiken für einen Markteinbruch. Entsprechend besteht weiterhin ein positives Szenario für Gold, betonte der Vorstand. Auch weiterhin beläuft sich die Prognose für die Steigerung des IFRS-Eigenkapitals auf 0 bis 15 Prozent im laufenden Jahr.

Im Segment Beta Systems erhöhte sich der Umsatz auf 82,5 Mio. Euro. Das Segmentergebnis verbesserte sich dabei von 3,0 auf 5,1 Mio. Euro. Die Neubewertung einer Kaufpreisverbindlichkeit führte zu einem negativen Bewertungsergebnis von 8,9 Mio. Euro. Auf der anderen Seite kam es durch die Aktivierung von Verlustvorträgen nach der Verschmelzung zu aktiven latenten Steuern von 8,3 Mio. Euro. In seinem Ausblick erwartete Herr Link ein deutliches Wachstum bei den Lizenz- und Wartungserlösen. Als Wachstumstreiber erachtet er die weitere Entwicklung des Kerngeschäfts und der Software ANOW! Für das laufende Jahr prognostizierte er einen Umsatz zwischen 90 und 100 Mio. Euro sowie ein EBIT im Bereich von 15 bis 20 Mio. Euro.

Biofrontera wurde erstmals zwölf Monate in den Konzernabschluss einbezogen, teilte Herr Link mit. Der Umsatz in Deutschland und Europa legte zu. Dagegen sanken die Erlöse mit der Biofrontera Inc. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Inc. kam es in der Folge zu einer Restrukturierung des Vertragsverhältnisses. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 8,4 Mio. Euro und enthielten vor allem die Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus dem Verkauf von Produktionsanlagen für das Lampengeschäft. Aufgrund der besseren Aussichten bei der Inc. kam es ebenfalls zur Bildung aktiver latenter Steuern. Mittelfristig soll es zu einer Diversifizierung des Portfolios kommen, um Wachstum zu generieren. Derzeit beschränkt sich das Angebot weitgehend auf Ameluz. Im laufenden Jahr werden Umsätze in Europa von 14,0 bis 16,0 Mio. Euro, ein Earn-out USA von 3,5 bis 4,5 Mio. Euro und ein EBIT zwischen 3,0 und 4,5 Mio. Euro erwartet.

Im Einzelabschluss belief sich das Ergebnis auf 24,5 Mio. Euro nach 117,3 Mio. Euro im Vorjahr. Laut Herrn Link gelang der Verkauf der Heidelberger mit einem Nettoeffekt von 10,2 Mio. Euro. Almonty brachte einen Ertrag von 18 Mio. Euro und Greatland von 17 Mio. Euro. Anschließend ging der Vorstand noch auf einzelne Werte ein.

Bei Skeena wurde in den letzten Jahren der Ausbau zu einer Tagebergwerkmine weiter vorangetrieben. Der Aktienkurs legte dabei im vergangenen Jahr um 150 Prozent zu. Auch sonst gab es wesentliche Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Gesellschaft. Die Fertigstellung der Mine erreichte mittlerweile bereits 65 Prozent. Die Marktkapitalisierung belief sich zuletzt auf 5,7 Mrd. CAD, wobei Balaton einen Anteil von 4,3 Prozent hält. Bis zum Jahresende soll es zu einer Aktualisierung des Mine Plan kommen. Der Produktionsstart ist dann im zweiten Quartal 2027 vorgesehen, informierte Herr Link.

Bei 4basebio hat sich der Umsatz nicht so entwickelt wie erwartet, konstatierte Herr Link. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf 76,2 Mio. Euro, wobei Balaton einen Anteil von 28,9 Prozent hält. Im vergangenen Jahr konnte der Umsatz auf 1,7 Mio. GBP verdoppelt werden. Auch die Finanzierung ist bis zum zweiten Halbjahr 2027 gesichert. Nach Meinung von Herrn Link muss man abwarten, wie sich die neue Technologie der Gesellschaft am Markt durchsetzt und entwickelt.

Wiluna Mining musste im Jahr 2022 Insolvenz anmelden. Allerdings konnte das vorhandene Material noch verarbeitet werden und es wurden entsprechende Erlöse erzielt. Dadurch gelang es, das Planinsolvenzverfahren Ende 2025 zu beenden. Das Unternehmen verfügt mittlerweile sogar über einen Cash-Vorrat. Zuletzt lag die Produktion aus vorhandenem Abraum bei 6.000 Unzen Gold pro Quartal. Seit Ende Juli ist die Produktion jedoch wegen Schäden an der Anlage unterbrochen. Herr Link sah hier in Zukunft aber eine sehr gute Entwicklung. Zudem soll das Unternehmen wieder an die Börse gebracht werden.

Herr Birkert berichtete, dass man Smartbroker bzw. früher wallstreet:online schon lange auf dem Schirm hat. Schon 2000 war man mit 30 Prozent an wallstreet:online beteiligt, zwischendurch aber auch gar nicht engagiert. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz bei Smartbroker von 52,5 auf 68,3 Mio. Euro. Die Kundenanzahl erhöhte sich um 38 Prozent. Allerdings war das EBITDA durch Kundengewinnungskosten von 9 Mio. Euro ins Minus gerutscht. Derzeit stellt sich das Wettbewerbsumfeld als sehr herausfordernd dar. Das Unternehmen positioniert sich als Hybrid-Broker. Nach Ansicht des Vorstands könnten sich im kommenden Jahr durch Themen wie das Altersvorsorgedepot neue Impulse ergeben.

Abschließend dankten die Vorstände allen Mitarbeitern für ihr hohes Engagement.


Allgemeine Aussprache

Harald Klein von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sprach den Verantwortlichen ein Lob für die Bereitstellung gedruckter Geschäftsberichte aus. Zudem bescheinigte er dem Unternehmen ein sehr gutes Ergebnis im Berichtsjahr.

Ihn interessierte der Ansatz von Skeena im Geschäftsbericht und ob möglicherweise negative Effekte aus dem Zollstreit zwischen den USA und Kanada resultieren könnten. Die Bewertung erfolgt zum Börsenkurs, betonte Herr Link.

Alle notierten Unternehmen werden zum Börsenkurs bewertet. Bei Wiluna habe man mangels Börsenkurs einen konservativen Bewertungsansatz in Absprache mit dem Wirtschaftsprüfer gewählt. Der Vorstand sah Skeena durchaus als Klumpenrisiko im Depot, zumal der Wert aktuell wohl fair bewertet sei. Deshalb wurde auch begonnen, Gewinne mitzunehmen. Insgesamt wurden bislang Verkäufe für etwa 20 bis 30 Mio. Euro getätigt. Dabei lag das Limit bei mindestens 45 CAD je Aktie. Nach Verkäufen von Aktien wurde jüngst häufig Cash gehalten, und zwar auch in der jeweiligen Verkaufswährung.

Angesprochen auf den Kapitalbedarf der Minen sah Herr Link bei den Minenwerten derzeit keinen weiteren Capex-Bedarf. Zum Thema stärkere Diversifikation meinte der Vorstand, aktuell werde mehr realisiert als wieder reinvestiert. Dabei werden diverse Branchen für Neuengagements angeschaut, darunter auch der Bereich Medizintechnik. Im Hinblick auf Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen nannte Herr Link als größte Posten Greatland mit 21,1 Mio. Euro und Almonty mit 20,6 Mio. Euro.

Herr Klein erkundigte sich nach dem NAV des Unternehmens. Laut Herrn Link beläuft sich das Konzerneigenkapital je Aktie zum Jahresende auf 5.753 Euro nach 4.503 Euro im Vorjahr. Nähere Auskünfte erbat der Aktionärsvertreter zu Altech Batteries. Die zwei Projekte des Unternehmens sind gescheitert und nun ist die Gesellschaft weitgehend ein Mantel, erläuterte der Vorstand.

Eine weitere Frage beschäftigte sich mit bioXXmed. Die Gesellschaft hatte die Entwicklung der Produkte früher selbst betrieben, was aber einen hohen Finanzierungsbedarf mit sich brachte. Deshalb wurde nach den Worten von Herrn Link das operative Geschäft veräußert. Dabei wurde auch ein Earn-out vereinbart und es besteht noch eine vage Hoffnung auf eine Ergebnisbeteiligung.

Interesse bekundete Herr Klein auch an der Entwicklung von Enapter. Die Fantasie früherer Jahre im Bereich Wasserstoff hat sich nicht erfüllt, resümierte Herr Birkert. Derzeit gibt es in diesem Bereich wenige Investoren. Allerdings konnte die Gesellschaft im August eine Einigung mit Patrimonium erzielen. Patrimonium wird den Enapter Campus übernehmen. Im Gegenzug verzichtet das Unternehmen auf den Großteil der Forderungen aus der Anleihe in Höhe von 26 Mio. Euro. Dadurch entfällt ein jährlicher Zinsaufwand von rund 3,6 Mio. Euro. Im zweiten Halbjahr ist zudem eine Kapitalmaßnahme über 12 bis 18 Mio. Euro geplant.

Zu den allgemeinen Risiken führte Herr Birkert aus, man sehe Risiken in den Währungen angesichts der immensen Staatsverschuldung. Davon ausgehend machte er bei Gold mehr Chancen als Risiken aus. Die Gesellschaft hat sich zur Diversifizierung auch im Bereich Immobilienaktien engagiert. Zudem hält die Deutsche Balaton nun auch einen beträchtlichen Posten an Cash. Risiken machte der Vorstand auch im Hinblick auf die Tatsache aus, dass viele Technologie-Aktien in den USA nun Anleihen ausgeben, während sie früher ihr Geschäft über Eigenkapital finanziert hatten.

Auch Herr Wagner sprach dem Vorstand und allen Mitarbeitern seinen Dank aus. Den Aktionär interessierten die größten Positionen im Konzern und in der AG. In der AG nannte der Vorstand SPARTA Invest mit gut 100 Mio. Euro, 2invest mit 48 Mio. Euro, Beta Systems mit 47 Mio. Euro und Latonba mit 32 Mio. Euro. Im Konzern waren es Skeena mit 125,4 Mio. Euro, Tivan mit 20,6 Mio. Euro, 4basebio mit 18,1 Mio. Euro, Elemental Royalties mit 13,7 Mio. Euro und Wiluna mit 13,5 Mio. Euro. Befragt nach dem Stand zum Halbjahr konnte Herr Link nichts berichten, da die Gesellschaft keinen Halbjahresabschluss aufstellt. Angesprochen auf den Nutzungswert von Beta Systems wurde dieser mit 167 Mio. Euro beziffert.


Abstimmungen

Nach dem Ende der Aussprache leitete Herr Hornig zu den Abstimmungen über. Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 104.768 Euro waren 1.195 Euro entsprechend 1,15 Prozent vertreten. Die Beschlüsse wurden alle einstimmig im Sinne der Verwaltung gefasst. Dies waren die Einstellung des Bilanzgewinns in die anderen Gewinnrücklagen (TOP 2), die Entlastung von Vorstand (TOP 3) und Aufsichtsrat (TOP 4), die Wahl der Nexia GmbH zum Abschlussprüfer (TOP 5), die Erweiterung des Aufsichtsrats auf vier Mitglieder (TOP 6) und die Wahl von Herrn Hans-Jörg Schmidt in den Aufsichtsrat (TOP 7). Gegen 16:50 Uhr konnte Herr Hornig die Hauptversammlung wieder beenden.


Fazit und eigene Meinung

Die Deutsche Balaton AG schloss das vergangene Geschäftsjahr erneut äußerst erfolgreich ab. Damit wurde das bereits starke Ergebnis des Vorjahres noch einmal klar übertroffen. Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter lag bei 130,9 Mio. Euro gleichbedeutend mit einem Ergebnis je Aktie von gut 1.250 Euro. Auch die Verschmelzung von SPARTA und Beta Systems wurde nun erfolgreich vollzogen, so dass eine Nutzung der vorhandenen Verlustvorträge erfolgen kann.

Treiber des Gewinns war die hervorragende Entwicklung der Rohstoffaktien, allen voran Skeena. Hier verzeichnete die Gesellschaft enorme Bewertungsgewinne. Angesichts der hervorragenden Entwicklung nimmt die Gesellschaft nun auch Gewinne mit. Sollten noch weitere Verkäufe erfolgen, braucht die Deutsche Balaton auch wieder attraktive Anschluss-Investments. Das Eigenkapital der Anteilseigner übersprang mittlerweile die Marke von 600 Mio. Euro. Dies bedeutet einen Wert je Aktie von über 5.750 Euro. Auch im ersten Halbjahr entwickelte sich das Beteiligungsunternehmen erfreulich. Die Aktie hat sich zwar ebenfalls positiv entwickelt, liegt mit rund 3.200 Euro aber deutlich unter dem ausgewiesenen Eigenkapital. Wen das Delisting der Aktie nicht schreckt, kann das Papier günstig erwerben.


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Hinweis: Der Verfasser dieses Berichts hält Aktien der Gesellschaft.



Veröffentlichungsdatum: 02.09.2026 - 10:51
Redakteur: tre
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