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HV-Bericht Wurmtal Beteiligungen AG - Aktionäre stimmen Verkauf des operativen Geschäfts zu und beschließen Dividende von 0,37 Euro je Aktie

Zur ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025/26 (bis 30. April) hatte die Wurmtal Beteiligungen AG ihre Aktionäre am 30. Juli 2026 für 10 Uhr in den Sportpark Loherhof in Geilenkirchen eingeladen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Markus Linnerz eröffnete die Versammlung und begrüßte rund 20 Aktionäre und Gäste, darunter Alexander Langhorst von GSC Research, sowie den Vorstand Franz-Josef Lhomme und das Aufsichtsratsmitglied Claus Lenzmann. Das weitere Aufsichtsratsmitglied Dieter Mainz war urlaubsbedingt verhindert. Das notarielle Protokoll führte Notar Dr. Mues mit Amtssitz in Geilenkirchen.

Nach Erläuterung der weiteren einleitenden Hinweise und Formalien sowie der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtszeitraum erteilte Dr. Linnerz dem Vorstand das Wort zur Erläuterung des Zahlenwerks sowie dem von der Hauptversammlung abzusegnenden Verkauf der beiden operativen Tochtergesellschaften.


Bericht des Vorstands

Nach Begrüßung des Auditoriums berichtete Herr Lhomme über das abgelaufene Geschäftsjahr 2025/26. Die Beteiligungen Kehmer Versicherungsmakler GmbH und Gondorf Assekuranz Versicherungsmakler GmbH führten der Gesellschaft aus ihren 2025er Ergebnissen insgesamt 616,81 (Vorjahr: 677,71) Tsd. Euro ab. Der Jahresüberschuss nach Steuern sank vor allem wegen fehlender Erträge aus Wertpapieren auf 547,97 (717,31) Tsd. Euro, der Bilanzgewinn halbierte sich nach der rekordhohen Ausschüttung des Vorjahres auf 554,02 (1.112,30) Tsd. Euro.

Nach dem ertragreichen Verkauf aller Anteile an dem in Abwicklung befindlichen Immobilienfonds CS Euroreal, dessen Ausschüttungen die Erträge aus Wertpapieren bis zum Geschäftsjahr 2024/25 maßgeblich geprägt hatten, investierte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025/26 erstmals in den offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest. Dieser Fonds wurde am 26. Juni 2026 geschlossen und wird nun abgewickelt, die Anteile können seit dem 29. Juni 2026 nur noch über die Börse gehandelt werden. Zum Zeitpunkt der Hauptversammlung gab die Fondsgesellschaft den Rücknahmewert mit 57,08 Euro an, während die Anteile an der Börse zu Kursen um 35,50 Euro gehandelt wurden. Herr Lhomme wies darauf hin, dass die Position seit der Schließung bereits im Plus lag, ähnlich wie zuvor der CS Euroreal. In den kommenden beiden Geschäftsjahren werden allerdings voraussichtlich keine Ausschüttungen anfallen.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung schüttet die Gesellschaft eine Dividende von 0,37 Euro je Aktie aus, wofür 545,75 Tsd. Euro benötigt werden. Das entspricht nahezu einer Vollausschüttung des Bilanzgewinns und ist damit die zweite Vollausschüttung in Folge. Herr Lhomme rechnete vor, dass sich die kumulierten Ausschüttungen seit der Neuausrichtung der Gesellschaft im März 2020 auf 2,40 Euro je Aktie belaufen. Die Liquiditätslage blieb trotz der Ausschüttungen komfortabel, zum 30. April 2026 beliefen sich die liquiden Mittel auf 1,12 (1,15) Mio. Euro.

Als zentrales Ereignis des laufenden Geschäftsjahres 2026/27 nannte Herr Lhomme den Verkauf der beiden operativen Beteiligungen. Nach dem Bilanzstichtag, am 12. Juni 2026, erfolgte die notarielle Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile an der Kehmer Versicherungsmakler GmbH und der Gondorf Assekuranz Versicherungsmakler GmbH an die VERMAS Versicherungsmakler Service GmbH zu einem Gesamtkaufpreis von 8,05 Mio. Euro, davon 7,25 Mio. Euro für die Kehmer Versicherungsmakler GmbH und 805,32 Tsd. Euro für die Gondorf Assekuranz Versicherungsmakler GmbH. Der Kaufpreis gliedert sich in eine sofortige Zahlung von 7,05 Mio. Euro und einen auf einem Treuhandkonto zu hinterlegenden Betrag von 1,00 Mio. Euro. Der Vollzug der Transaktion steht unter der aufschiebenden Bedingung der heutigen Zustimmung der Hauptversammlung.

Herr Lhomme führte aus, dass die sich über eineinhalb Jahre erstreckenden und intensiven Verkaufsgespräche letztlich zu einem für alle Seiten guten Abschluss führten und damit zugleich die seit Langem angestrebte Nachfolgeregelung für die beiden Geschäftsführer Harald und Hubert Kehmer lösten. In der Bilanz zum 30. April 2026 waren beide Beteiligungen mit einem Buchwert von zusammen rund 1,8 Mio. Euro angesetzt, sodass sich der erzielte Verkaufspreis von rund 8,0 Mio. Euro als deutliche Wertsteigerung darstellt.

Der unmittelbar nach dem positiven Votum der heutigen Hauptversammlung fließende Betrag von rund 7 Mio. Euro wird nach den Planungen des Vorstands im Rahmen der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Sommer 2027 vollständig an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag auf dem Treuhandkonto von 1 Mio. Euro wird 2028 freigegeben und 2029 ausgeschüttet, sodass danach ein bankschuldenfreier Börsenmantel mit siebenstelliger Liquidität verbleibt. Der Vorstand entwickelt derzeit Szenarien für die künftige Ausrichtung der Gesellschaft, wobei eine Liquidation derzeit nicht geplant ist, aber nach den Worten von Herrn Lhomme die Ultima Ratio bleibt. Über weitere Entwicklungen informiert der Vorstand die Aktionäre zu gegebener Zeit.


Allgemeine Aussprache

In der anschließenden allgemeinen Aussprache dankte zunächst Aktionär Christian Werner dem Vorstand für die guten Zahlen der vergangenen Jahre und den erzielten Verkauf des operativen Geschäfts. Er regte an, die Liquidität und künftigen Erträge alternativ zur Dividende über eine Kapitalerhöhung mit anschließender Kapitalherabsetzung an die Aktionäre zurückzuführen, damit am Ende kein Börsenmantel mit siebenstelliger Liquidität übrigbleibt, und äußerte den Wunsch, dass Herr Lhomme der Gesellschaft mit seiner Erfahrung auch künftig zur Verfügung steht. Herr Lhomme antwortete, dass ihm diese Ausschüttungsform bekannt ist, für ihn aber die Ultima Ratio darstellt, und sein Anspruch bleibt, eine sinnvolle neue Aufgabe für die Gesellschaft zu finden, er aber aus Altersgründen der Gesellschaft nicht weiter zur Verfügung stehen wird. Über die beste Form einer künftigen Ausschüttung entscheidet der Vorstand zu gegebener Zeit.

Als nächste Rednerin meldete sich Caroline Miebach, Privataktionärin aus Hannover, zu Wort, bedankte sich für das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr und fragte, ob im Einbringungsvertrag von 2020 oder im aktuellen Anteilskauf- und Abtretungsvertrag Regelungen bestehen, wonach die Gesellschaft den durch die Veräußerung innerhalb der siebenjährigen Sperrfrist nach § 22 Umwandlungssteuergesetz entstehenden Einbringungsgewinn II bei den ehemaligen Gesellschaftern der Kehmer Versicherungsmakler GmbH steuerlich ausgleichen muss. Herr Lhomme bestätigte, dass der Verkauf innerhalb der Sperrfrist einen steuerlichen Nachteil für die früheren Gesellschafter auslöst. Dieser Nachteil wurde bewusst in Kauf genommen, um den Abschluss zu ermöglichen, und die Gesellschaft gleicht ihn von Beginn an vollständig aus, was bereits bei der Kaufpreiskalkulation berücksichtigt wurde. Eine belastbare Zahl liegt noch nicht vor, da die endgültige Festsetzung beim Finanzamt Geilenkirchen liegt.

Frau Miebach fragte weiter, welche Gesamtkosten für Notar, Rechtsanwälte, Berater und Vermittlung im Zusammenhang mit der Transaktion anfallen, welcher Nettoverkaufserlös danach verbleibt und ob die sonstigen betrieblichen Kosten von 94 Tsd. Euro im Geschäftsjahr 2025/26 bereits Kosten der Veräußerung enthalten. Herr Lhomme erläuterte, dass die Gewinn- und Verlustrechnung 2025/26 bereits eine Rückstellung von 30 Tsd. Euro für Rechts- und Beratungskosten enthält. Die gesamten Transaktionskosten, bestehend aus Rechtsberatung, Vermittlungsprovisionen, Kosten dieser Hauptversammlung und Ausgleich der steuerlichen Nachteile der ehemaligen Gesellschafter saldiert mit der Auflösung von Rückstellungen sowie den Buchwerten der Beteiligungen, werden im ungünstigsten Fall rund 880 Tsd. Euro betragen, wobei er von einem günstigeren Ergebnis ausgeht. Nach Abzug dieser Kosten und der anfallenden Steuern verbleibt der Gesellschaft nach seinen Angaben voraussichtlich ein Nettoerlös von rund 7,1 Mio. Euro.

Abschließend fragte Frau Miebach, in welcher Anlageform die Gesellschaft die Verkaufserlöse bis zur geplanten Ausschüttung im Sommer 2027 verwahrt, um Ausfallrisiken zu vermeiden und zusätzliche Zinserträge zu erwirtschaften. Herr Lhomme kündigte an, den nach Zustimmung der Hauptversammlung zu der Transaktion kurzfristig eingehenden Betrag von rund 7 Mio. Euro in eine Bundesanleihe mit Restlaufzeit bis zum nächsten Hauptversammlungstermin und einer erwarteten Verzinsung von über 2 Prozent zu investieren. Zur zweiten Zahlung im Jahr 2028 konnte er noch keine Angaben machen, doch gehen sowohl die Gesellschaft als auch die Berater der Käuferseite davon aus, dass diese Zahlung ohne weitere Komplikationen erfolgt.

Aktionär Ole Pimm erkundigte sich, ob die bis zum Bilanzstichtag am 30. April 2026 in den beiden Gesellschaften erwirtschafteten Erträge bei der Gesellschaft verbleiben oder der vertraglich vereinbarte wirtschaftliche Übergang zum 1. Januar 2026 hierauf Einfluss hat. Herr Lhomme stellte klar, dass die in der GuV 2025/26 ausgewiesenen Erträge aus dem Geschäftsjahr 2025 der beiden GmbHs stammen und 2026 vereinnahmt wurden. Um die Ausschüttungen der Tochtergesellschaften schnell an die Anteilseigner ausschütten zu können, wurde bei der Wurmtal bewusst das abweichende Geschäftsjahr mit Geschäftsjahresende per 30. April gewählt. Der Verkauf erfolgte mit wirtschaftlichem Übergang zum 1. Januar 2026. Entsprechend verbleiben die vereinnahmten Erträge bei der Wurmtal und es besteht keine Rückzahlungspflicht. Erst die seit dem 1. Januar 2026 in den GmbHs anfallenden Ergebnisse stehen dem Käufer zu.

Aktionär Michael Salten bedankte sich dafür, dass die Hauptversammlung in Präsenz stattfand, und erkundigte sich nach der Höhe der diesjährigen Hauptversammlungskosten sowie den Gründen für eine mögliche Veränderung gegenüber den Vorjahren. Herr Lhomme erläuterte, dass die Kosten in den Vorjahren stets sehr niedrig ausfielen, die diesjährige Versammlung aber wegen der gesetzlich erforderlichen notariellen Beurkundung von Tagesordnungspunkt 6 deutlich teurer ausfällt. Die nach der gesetzlichen Gebührentabelle berechneten Notarkosten bilden den größten einzelnen Kostenblock, ihre genaue Höhe konnte er zum Zeitpunkt der Versammlung noch nicht beziffern. Die übrigen Kosten, unter anderem für den Versammlungsdienstleister und den erstmals genutzten Versammlungsort Sportpark Loherhof, belaufen sich auf rund 5 Tsd. Euro, nachdem der bisherige Versammlungsort wegen des Verkaufs des dortigen Hotels nicht mehr zur Verfügung stand.

Zudem fragte der Aktionär nach den Gründen für die Verdopplung der sonstigen betrieblichen Kosten. Herr Lhomme führte dies vor allem auf die bereits erwähnte Rückstellung von 30 Tsd. Euro zurück, während der verbleibende Anstieg von rund 20 Tsd. Euro im Wesentlichen auf um rund 3 Tsd. Euro gestiegene Reisekosten im Zusammenhang mit den Verkaufsgesprächen sowie auf gestiegene Abschluss- und Prüfungskosten entfällt. Auf die Frage, warum die Zinserträge trotz komfortabler Liquidität nicht zulegten, erklärte Herr Lhomme, dass die Gesellschaft aktuell über keine Bundesanleihen mehr verfügt und die Mittel bewusst auf einem Tagesgeldkonto hält, aus dessen Verzinsung die ausgewiesenen Zinserträge im Wesentlichen stammen. Er kündigte an, in Kürze den Zufluss aus der ersten Kaufpreistranche wieder in Bundesanleihen zu investieren.

Auf die Frage eines Aktionärs, ob Herr Lhomme über seine Nachfolge nachgedacht hat, entgegnete dieser, dass er sein Mandat wie begonnen zu Ende führt und nicht vorzeitig aus dem Amt scheidet. Die Suche nach einem Nachfolger ergibt aus seiner Sicht erst Sinn, wenn feststeht, welcher neuen Bestimmung die Gesellschaft zugeführt wird. Eine seriöse Aussage zu einer möglichen Liquidation kann er derzeit nicht treffen. Grundsätzlich riet er aber dazu, eine Gesellschaft ohne neuen Geschäftszweck zu liquidieren, statt Kapital ungenutzt zu belassen.

Ein Aktionär erkundigte sich, wie der Vorstand auf die Investition in den offenen Immobilienfonds Leading Cities Invest aufmerksam wurde. Herr Lhomme erläuterte, dass er sich seit Jahren intensiv mit Immobilienfonds befasst, die unterhalb ihres Rücknahmewerts gehandelt werden, und dort zu einem eng begrenzten Kreis von Marktkennern in Deutschland zählt. Er begründete seine Investitionsentscheidung mit der – inzwischen eingetretenen – Erwartung, dass der Fonds geschlossen und abgewickelt wird und sich der Kurs der Fondsanteile ähnlich wie zuvor beim CS Euroreal perspektivisch erholt. Inzwischen wird der zu rund 33 Euro je Anteil erworbene Fonds an der Börse zu Kursen um 35,50 Euro gehandelt.

Aktionär Christian Wolff, der sich als Daytrader vorstellte, fragte, warum die Gesellschaft bei der ursprünglichen Ad-hoc-Meldung über den Verkauf des operativen Geschäfts nicht bereits den Kaufpreis mitteilte, was aus seiner Sicht die anschließenden starken Kursschwankungen begünstigte. Herr Lhomme antwortete, dass die Käuferseite die sofortige Veröffentlichung zunächst nicht wünschte, die Gesellschaft aber gesetzlich zur Offenlegung verpflichtet war und den Kaufpreis daraufhin im Rahmen der Einberufung im Bundesanzeiger rund eine Woche nach der ersten Mitteilung veröffentlichte.

Herr Wolff merkte ergänzend an, dass der erzielte Verkaufspreis von rund 8,0 Mio. Euro im Vergleich zum Buchwert von rund 1,8 Mio. Euro zwar beeindruckend ausfällt, sich Marktteilnehmer für die Bewertung des Unternehmens jedoch in erster Linie an der Marktkapitalisierung orientieren würden, die bereits am Tag der ersten Meldung ein vergleichbares Niveau erreicht hatte. Herr Lhomme verwies in seiner Antwort darauf, dass die Einordnung des Kaufpreises angesichts der Bilanzierung des Unternehmens sinnvollerweise mit dem Buchwert in Relation zu setzen ist.


Abstimmungen

Nach dem Ende der allgemeinen Aussprache um 11 Uhr stellte der Versammlungsleiter die Präsenz zunächst mit 1.146.868 Aktien bzw. 77,75 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals von 1,475 Mio. Euro, eingeteilt in ebenso viele Aktien, fest und aktualisierte sie vor der Bekanntgabe der Ergebnisse auf 1.148.958 Aktien bzw. 77,90 Prozent. Die Abstimmung erfolgte im Subtraktionsverfahren und sämtliche Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit großer Mehrheit bei nur wenigen Neinstimmen und Enthaltungen angenommen.

Im Einzelnen beschlossen wurde die Verwendung des Bilanzgewinns durch Ausschüttung einer Dividende von 0,37 Euro je Aktie und Vortrag von 8,27 Tsd. Euro auf neue Rechnung (TOP 2), die Entlastung des Vorstands (TOP 3) und der Mitglieder des Aufsichtsrats (TOP 4) für das Geschäftsjahr 2025/26, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder von 5,00 Tsd. Euro zuzüglich Umsatzsteuer für das Geschäftsjahr 2026/27 (TOP 5) sowie die Zustimmung zum Anteilskauf- und Abtretungsvertrag über die Kehmer Versicherungsmakler GmbH und die Gondorf Assekuranz Versicherungsmakler GmbH (TOP 6), womit die im Vertrag vereinbarte Vollzugsbedingung erfüllt wurde.

Der Versammlungsleiter schloss die Hauptversammlung nach einer Dauer von rund einer Stunde und 15 Minuten um 11:15 Uhr.


Fazit

Die Wurmtal Beteiligungen AG schließt mit der diesjährigen Hauptversammlung ein bedeutendes Kapitel ihrer Firmengeschichte ab. Mit der Zustimmung zum Verkauf der Kehmer Versicherungsmakler GmbH und der Gondorf Assekuranz Versicherungsmakler GmbH für rund 8,0 Mio. Euro löst der Vorstand die seit Langem angestrebte Nachfolgeregelung für die operativen Geschäftsführer und realisiert gegenüber dem Buchwert von rund 1,8 Mio. Euro eine deutliche Wertsteigerung.

Die geplante Ausschüttung des überwiegenden Teils des Verkaufserlöses zur nächsten Hauptversammlung im Sommer 2027 ist für die Aktionäre voraussichtlich der zentrale Werttreiber der kommenden zwölf Monate. Umgerechnet auf die Aktienzahl von 1,475 Millionen Anteilsscheinen entspricht dies einem Betrag von knapp 4,75 Euro je Wurmtal-Aktie.

Die Gesellschaft steht nun vor der Frage, welche neue unternehmerische Ausrichtung dem nach der für 2029 geplanten Ausschüttung des restlichen Verkaufserlöses von 1 Mio. Euro verbleibenden, bankschuldenfreien Börsenmantel mit siebenstelliger Liquidität gegeben wird. Der Vorstand ließ hierzu noch keine konkreten Pläne erkennen und schloss eine Liquidation als Ultima Ratio nicht aus. Anleger verfolgen die weitere Kommunikation der Gesellschaft zur künftigen Strategie am besten aufmerksam und nehmen angesichts der begrenzten Handelsliquidität der Aktie etwaige Dispositionen nur mit Limiten vor.


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Hinweis: Der Verfasser ist Aktionär der beschriebenen Gesellschaft.



Veröffentlichungsdatum: 04.08.2026 - 11:49
Redakteur: ala
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