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c/o StB Wolfgang Weilermann, Leopoldstraße 70,
D-80802 München, Deutschland
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+49 (0)89 / 54192534

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IR Ansprechpartner:
Herr Marco Herack
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HV-Bericht Trade & Value AG - NAV 1,53 Euro je TAV-Aktie per 30. Juni 2026 – Bilanzgewinn von 10.304 Euro

Die ordentliche Hauptversammlung der Trade & Value AG (TAV) für das Geschäftsjahr 2025 fand am 16. Juli 2026 um 10 Uhr im H+ Hotel in Stuttgart Herrenberg statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Weilermann begrüßte acht Aktionäre. Für GSC Research war Volker Graf vor Ort.

Der Aufsichtsrat hat den Vorstandsvertrag von Marco Herack am 1. August 2024 bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Der Ersatzkandidat für den Aufsichtsrat Matthias Schmitt stellte sich kurz vor. Der 50-Jährige hat Betriebswirtschaftslehre studiert und schrieb bis zum Jahr 2005 als Finanzjournalist für Börse Online und später für die Financial Times. Matthias Schmitt ist Vorstand der Scripovest AG und schreibt weiterhin für www.finanzgeschichten.com, zudem ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Cleverpool AG und Mitglied des Aufsichtsrats der Saripovest AG.

Herr Weilermann teilte im Rahmen der Verlesung der üblichen Formalien mit, dass keine Gegenanträge vorliegen, und übergab dann das Wort an den Alleinvorstand Marco Herack.


Bericht des Vorstands

Herr Herack begrüßte die Aktionäre zur Hauptversammlung der TAV. Das Unternehmen ist eine kleine Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf deutsche Aktien. Laut Geschäftsbericht 2025 hielt die TAV insgesamt 61,5 Prozent des Grundkapitals der NAK Stoffe AG i. A. Diese Beteiligung wurde im ersten Halbjahr 2026 leicht über dem Bilanzansatz 2025 komplett verkauft.

Herr Herack ging dann auf die Zahlen des Geschäftsjahres 2025 ein. Der Rohertrag konnte von 30 auf 96 Tsd. Euro gesteigert werden. Dabei wurde eine Auswahl an erfolgreichen Trades vorgestellt: Hensoldt AG mit 27 Tsd. Euro, Leonardo Spa. mit 24 Tsd. Euro, IONOS Group SE mit 10 Tsd. Euro, Lanxess AG mit 8 Tsd. Euro, United-Internet AG mit 7 Tsd. Euro und Aixtron SE mit 4 Tsd. Euro. In Summe wurden 80 Tsd. Euro Gewinne realisiert. Im Vorjahr wollte die Gesellschaft noch längerfristig agieren, beugte sich jedoch dem Markt und agiert seit Ende 2025 wieder kurzfristiger und mit mehr Trades.

Die Abschreibungen auf Wertpapiere erhöhten sich von 9 auf 29 Tsd. Euro. Davon entfallen 16 Tsd. Euro auf Lanxess AG, 5 Tsd. Euro auf den Solon-Wandler, 3 Tsd. Euro auf Cherry SE, 2 Tsd. Euro auf Kontron AG und jeweils 1 Tsd. Euro auf Renk AG, Sartorius AG und Rheinmetall AG.

Der Personalaufwand ging von 37 auf 30 Tsd. Euro zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 27 auf 29 Tsd. Euro. Darin enthalten sind die Abschlusskosten und die Aufsichtsratsvergütung von jeweils 8 Tsd. Euro, Werbekosten und Kosten der Hauptversammlung von jeweils 3 Tsd. Euro sowie Reisekosten, Rechtsberatung und Sonstiges von jeweils 2 Tsd. Euro.

Die Bilanzsumme wurde von 531 auf 558 Tsd. Euro ausgeweitet. Davon entfallen 477 (Vorjahr: 376) Tsd. Euro auf die Position sonstige Wertpapiere und 39 (111) Tsd. Euro auf Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens stagnierten nahezu bei 41 (42) Tsd. Euro. Durch den Verkauf von 18.900 eigenen Aktien im Berichtsjahr zu 1,61 Euro je Aktie erhöhte sich die Kapitalrücklage von 82 auf 94 Tsd. Euro. Die sonstigen Rückstellungen sanken von 44 auf 24 Tsd. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit 18 (13) Tsd. Euro in der Bilanz ausgewiesen.

Die Excalibur AG i. L. kehrte 2024 ihr Schlussvermögen aus und wurde im Jahr 2025 im Handelsregister gelöscht.

Bei der Mox-Telecom-Anleihe wurde die Schlusstabelle eingereicht. Es wird eine Quote von 4 bis 6 Prozent erwartet. Die via Insolvenzplan vereinbare Quote der Erotik Abwicklungs-Anleihe wird bei etwa 1,7 Prozent liegen, zudem erwartet man eine weitere Quote im Bereich von 0,2 Prozent. Die Vorabausschüttung lässt weiter auf sich warten, obwohl der Insolvenzverwalter sich seit drei Jahren zur Ausschüttung bereit sieht.

Bei der Solon-Anleihe besteht das Risiko einer Nicht-Bedienung, weil die Ansprüche zu spät angemeldet wurden. Eine Lösung wird im laufenden Jahr erwartet. Bei den Mühl-Anleihen sind zwar bis zu 0,2 Prozent an Quote zu erwarten, diese lassen aber vermutlich noch 3 bis 5 Jahre auf sich warten. Der Vorstand erläuterte, dass es sich hier zwar nur noch um kleinere Gesellschaften zur Abwicklung handelt, das Verfahren aber sehr schleppend läuft. Die Activa-Resources-Anleihe ist weiterhin im Bestand. Hier nähert sich das Verfahren dem Ende und man wird dann entscheiden müssen, wie man vorgeht, da sich die Frage stellt, ob der Mantel verwertet wird. Aktuell ist man der Ansicht, dass der Gesellschaft mit dem Ertrag aus dem Verfahren mehr gedient ist als mit einer langwierigeren Aufbereitung des Mantels, die verschiedene Parteien zusammenbringen müsste.

Generell ist man der Meinung, dass das Geschäft mit den Insolvenzanleihen ein durchaus interessantes ist, das man nicht gänzlich aufgeben will. Man wird hier aber erst wieder aktiv, wenn die Gesellschaft neu aufgestellt wurde und über ausreichend Mittel verfügt.

Die Aktie der 7C Solarparken AG mit Sitz in Bayreuth ist neu im TAV-Depot und soll langfristig gehalten werden. Als Trading-Positionen nannte der Vorstand Hensoldt AG, IONOS Group SE, Zalando SE und Carl Zeiss Meditec AG, mit denen er eine rege „On-Off-Beziehung“ pflege.

Das Nachbesserungsvolumen beträgt rund 93 Tsd. Euro und besteht aus 60 Audi-Aktien aus dem Squeeze-out zu 1.551,53 Euro je Aktie per 20. November 2020. Das Audi-Spruchverfahren ist anhängig beim Landgericht München I.

Herr Herack verfolgt weiterhin das Ziel, bis 2028 ohne Kapitalerhöhung ein verwaltetes Vermögen in Höhe von 1 Mio. Euro zu erreichen und betonte mehrfach, dass das Risiko für diese Planung natürlich auf der Zeitschiene liegt.


Allgemeine Aussprache

Aktionär Gerrit Kübler lobte das positive Ergebnis im Jahr 2025, kritisierte aber die aus seiner Sicht viel zu hohe Kostenquote von 10 Prozent. Herr Kübler vertrat auch die Aktien von Dr. Clemens Scholl, welcher knapp 25 Prozent des Grundkapitals der TAV hält, und interessierte sich dafür, an wen die 18.900 eigenen Aktien zu 1,61 Euro je Aktie verkauft wurden. Der Vorstand sagte hierzu, dass mit dem Käufer Stillschweigen vereinbart wurde.

Der Buchwert des Altbestands war für Aktionär Kübler ebenfalls von Interesse. Herr Herack bezifferte den Buchwert auf 220 Tsd. Euro. Die Frage nach dem Volumen der handelbaren Wertpapiere beantwortete der Vorstand mit 350 Tsd. Euro. Die Gesellschaft plane zurzeit keine Kapitalerhöhung und es sei seit der Hauptversammlung 2025 auch niemand auf die Gesellschaft zugekommen. Für Gespräche mit interessierten Investoren stehe man jederzeit zur Verfügung und werde wohlwollend Gemeinsamkeiten ausloten.

Herr Kübler erkundigte sich ferner nach dem Ergebnis per 30. Juni 2026 und danach, wie viele Aktien bei der Kapitalerhöhung 2024 gezeichnet wurden, die dann abgesagt worden war. Laut Herrn Herack steht die Gesellschaft zum Tag der HV bei einer schwarzen Null. Man habe also die Kosten verdient. Bei der Kapitalerhöhung 2024 wurden ca. 100 Tsd. Euro gezeichnet. Die Kapitalerhöhung wurde dann abgesagt, weil das Zeichnungsvolumen nicht das grundsätzliche Problem gelöst hätte. Es wurde auch nach den jährlichen Gesamtkosten gefragt. Der Vorstand bezifferte diese auf 55 Tsd. Euro. Nebst den aufgelaufenen Kosten seien die zu erwartenden Kosten anteilig im NAV enthalten, der per 30. Juni 2026 bei 1,53 Euro je TAV-Aktie lag.

Volker Graf, Verfasser dieses Berichts, fragte nach dem Bilanzansatz der Solon-Wandelanleihe. Laut Angabe des Vorstands sind es 22 Tsd. Euro. Die 7C Solarparken-Aktien wurden erst im Jahr 2026 erworben, war eine weitere Antwort des Vorstands. Auf Nachfrage von Herrn Graf teilte der Vorstand mit, dass folgende Aktien, die man auf der HV des Vorjahres besprochen hatte, komplett verkauft wurden: Bertrandt, Intel, Fairfax India und Fairfax Financial. Die NAK Stoffe-Aktien wurden im Bereich 0,123/0,124 Euro je Aktie verkauft, war eine weitere Antwort von Herrn Herack. Steve Schwarzfischer ist bereits seit Gründung der Gesellschaft Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Herr Weilermann stieß später dazu, informierte die Verwaltung auf eine entsprechende Frage von Herrn Graf.


Abstimmungen

Vom Grundkapital der Trade & Value AG in Höhe von 375.000 Euro, eingeteilt in ebenso viele Stückaktien, waren 272.267 Stückaktien bzw. Stimmen vertreten. Dies entspricht einer Quote von 72,60 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft.

Im Einzelnen stimmte die Hauptversammlung folgenden Tagesordnungspunkten zu: dem Vortrag des Bilanzgewinns in Höhe von 10.304,20 Euro auf neue Rechnung (TOP 2), der Entlastung des Vorstands Marco Herack für das Geschäftsjahr 2025 (TOP 3) und der Wahl von Wolfgang Weilermann, Steve Schwarzfischer und Uwe Jännert in den Aufsichtsrat sowie der Wahl von Matthias Schmitt als Ersatzmitglied für den Aufsichtsrat (TOP 5). Bei TOP 3, der Entlastung des Vorstands, war die Zustimmung mit 64,66 Prozent am geringsten, hier gab es 156.969 Jastimmen bei 85.790 Neinstimmen.

Die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2025 (TOP 4) lehnte die Hauptversammlung ab. Hier lag die Präsenz bei 118.312 Aktien. Bei 85.790 Neinstimmen, 6 Enthaltungen und nur 32.516 Jastimmen wurde dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 keine Entlastung erteilt.

Der Versammlungsleiter bedankte sich bei den Aktionären für deren Teilnahme und schloss die Versammlung um 11:12 Uhr.


Fazit

Am 17. Juli 2026 lag der Geldkurs der TAV-Aktie im Freiverkehr der Börse Hamburg bei 1,60 Euro. Es fand kein Umsatz statt. Die Marktkapitalisierung beträgt auf Basis des Geldkurses 600.000 Euro, bei 375.000 ausgegebenen Stückaktien. Die TAV-Aktie schwankte im vergangenen Jahr zwischen 1,21 und 1,75 Euro. Die Aktionärsstruktur stellt sich wie folgt dar: Vorstand und Aufsichtsrat halten zusammen 25 Prozent, Dr. Scholl hält 24,3 Prozent und Herr Schmid ist mit 10,7 Prozent beteiligt. Somit befinden sich 40 Prozent des Grundkapitals im Streubesitz. Mit Blick auf die Neuausrichtung der Anlagestrategie und den neuen Großaktionär raten wir langfristig orientierten Investoren zum Halten der TAV-Aktie.


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Veröffentlichungsdatum: 27.07.2026 - 16:37
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