Dialog Semiconductor Plc (ISIN GB0059822006)

Neue Straße 95
D-73230 Kirchheim/Teck-Nabern
Deutschland
Tel.:
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Fax:
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Internet: http://www.dialog-semiconductor.de
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Birgit Hummel
Email: dialog.nabern@diasemi.com

Vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2006 bekannt gegeben


Dialog Semiconductor plc (FWB: DLG), ein führender Anbieter von Powermanagement-Halbleiterlösungen berichtet die Ergebnisse für das am 31. Dezember 2006 zu Ende gegangene Geschäftsjahr.

ÜBERSICHT

Trotz erheblicher Marktherausforderungen beendet Dialog das Geschäftsjahr 2006 mit einem höheren Bestand an Barmitteln und Wertpapieren, einem wachsenden Produktportfolio und einer weiter diversifizierten Kundenbasis.

Dialog meldet Umsätze für 2006 von 71,3 Mio. EUR (2005: 129,4 Mio. EUR) mit einem Nettoverlust, nach Restrukturierungsaufwendungen und Abschreibungen auf Anlagevermögen, von 33,4 Mio. EUR (2005: 23,3 Mio. EUR). Das Ergebnis wurde beeinflusst durch die Insolvenz der BenQ Mobile GmbH; des Weiteren durch eine Verzögerung im Übergang des Mobilfunkmarktes von der 2G- auf die 3G-Technologie; sowie durch den geplanten strategischen Rückzug von Dialog aus dem Geschäft mit Displays geringerer Marge.

Im 4. Quartal 2006 erzielte Dialog Umsätze von 10,5 Mio (Q4 2005: 39,2 Mio. EUR) mit einem Nettoverlust von 7,0 Mio. EUR (Q4 2005: 21,9 Mio. EUR) nach Restrukturierungsaufwendungen und Wechselkursverlusten.

Die Zuwächse durch Neugeschäft in den vergangenen Monaten waren sehr ermutigend und bestärken das Managements in der Einschätzung ab dem 2. Halbjahr 2007 wieder auf einen Wachstumskurs zu gelangen.

Der operative Mittelzufluß für das Geschäftsjahr 2006 beläuft sich auf 12,3 Mio. EUR (2005: 10,3 Mio. EUR), und hat zu den gestiegenen Barmittel- und Wertpapierbeständen von 39,0 Mio. EUR (2005: 31,8 Mio. EUR) beigetragen. Dialog ist weiterhin schuldenfrei.

Die Ergebnisse kommentierte der CEO von Dialog, Dr. Jalal Bagherli: „2006 war für Dialog gekennzeichnet von einem tiefgreifenden strategischen Wandel. Wir beginnen 2007 mit einer starken Cash-Position, den niedrigsten Lagerbeständen seit 1999 und einer breiteren internationalen Kundenbasis. Ich freue mich über diesen Fortschritt, den wir mit Blick auf eine solide, günstigere Kostenplattform für unser Geschäft erreicht haben und von der aus wir nun unsere Strategie des profitablen und nachhaltigen Wachstums für unsere Anteilseigner weiter umsetzen können.'

OPERATIVE HIGHLIGHTS

Das Geschäftsjahr 2006 war für Dialog von einem tiefgreifenden strategischen Wandel gekennzeichnet. Während der Periode hat das Unternehmen in erheblichem Umfang operative Maßnahmen umgesetzt, die das Ziel haben, ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.

Durchführung von Kostenoptimierungsmaßnahmen

Das Board und das Management von Dialog sehen sich weiterhin ein Kostenoptimierung verpflichtet, von der aus das Unternehmen die neuen Wachstumschancen wahrnehmen kann. Im Rahmen dieser Verpflichtung hat Dialog in 2006 strategische Maßnahmen eingeleitet, die das Ziel haben, die Kosten zu senken und die Ertragskraft zu steigern.

Zunächst hat Dialog im Februar, die geplante Abspaltung des nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichs Dialog Imaging Systems abgeschlossen.

Zweitens hat Dialog im September mitgeteilt, seine Testaktivitäten an externe Testhäuser in Asien auszulagern. Dieser Transfer soll wie geplant bis April 2007 abgeschlossen sein und führt zu einer geschätzten jährlichen Kosteneinsparung von rund 3,0 Mio. EUR. Diese Verlagerung veranlasst Dialog dazu seine funktionale Währung von Euro auf US Dollar ab dem 1. Januar 2007 umzustellen. Damit wird Dialog zukünftig in US Dollar berichten (mit einer zusätzlichen Darstellung in Euro).

Im 4. Quartal 2006 hat das Management angekündigt, dass das American Depositary Receipt Programm (ADR) beendet und die Notierung an der NASDAQ eingestellt wird. Insgesamt werden diese Maßnahmen eine weitere Reduktion der jährlichen Kosten von Dialog bewirken.

Produkte: Wachstumschancen erkennen

Als Ergebnis dieser Kostensenkungsmaßnahmen befindet sich Dialog nunmehr in einer starken Position und kann eine Reihe von Möglichkeiten für größeres Wachstum und verbesserte Margen wahrnehmen. Während sich diese Möglichkeiten primär im Bereich der wachsenden 3G- und SmartPhone-Segmente des Mobilfunkmarktes befinden, sieht Dialog auf Grund seiner Expertise im Bereich Powermanagement und Audio weitere Geschäftschancen bei einer Reihe von Handheld-Produkten in den Consumer-Marktsegmenten wie zum Beispiel GPS Navigatoren und Multimedia-Player.

Im Zuge der Wahrnehmung dieser Möglichkeiten hat Dialog im Laufe des Jahres Technologie-Investitionen getätigt und ist wichtige strategische Partnerschaften eingegangen.

So wurde zum Beispiel im Juni die Partnerschaft mit E-Ink zur Bereitstellung von Systemtreibern für papierdünne Displays bekannt gegeben. Durch diese Initiative konnte Dialog bereits einen Kunden gewinnen, der als einer der Ersten die neue Technologie einsetzt und wir erwarten in diesem Bereich im Verlauf von 2008 steigende Umsätze mit einer größeren Anzahl von Kunden. Dialog ist darüber hinaus im Frühstadium einer Partnerschaft mit einem japanischen Unternehmen, mit dem eine Kooperation für Treibersysteme für organische LED-Displays (OLED) aufgebaut wird und die das Unternehmen in 2008 für dieses entstehende wachstumsstarke Segment positionieren soll.

Im Geschäftsbereich Automobil und Industrie wurden weitere Fortschritte beim Ausbau der Geschäftsaktivitäten des Unternehmens mit führenden Automobil-Zulieferern erzielt. Hier wurde eine intelligente, hochintegrierte Motorsteuerung für Sicherheitsgurte und elektrische Fensterheber entwickelt. Dieses Geschäft basiert auf der Technologie, die bereits in den vergangenen beiden Jahren in unserem wachsenden Produktionsbereich für ICs für die Steuerung von Autoscheibenwischern entwickelt wurde.

Während des Geschäftsjahres 2006 hat Dialog außerdem Marketing- und technische Ressourcen in die Zusammenarbeit mit bedeutenden Konsumelektronikunternehmen investiert. Dialog hat zusammen mit seinen Partnern eine Reihe von besonders optimierten und integrierten Powermanagement-ICs entwickelt, die in batteriebetriebenen Konsumprodukten eingesetzt werden und damit neue Vermarktungsmöglichkeiten eröffnen.

Als Ergebnis dieser Bemühungen führt ein führender Konsumelektronik-Hersteller gegenwärtig die nähere Evaluierung von Dialog-Produktmustern durch und es wird erwartet, dass diese Tests im Verlauf des ersten Quartals 2007 abgeschlossen sein werden. Erstes Ergebnis aus diesem Prozess war, dass nach Abschluss der Evaluation das Management davon ausgehen kann, dass der Kunde diese Produkte für die Massenproduktion einsetzen wird. Die Entscheidung darüber würde einen Beitrag zum Umsatz von Dialog im zweiten Halbjahr 2007 liefern.

Stärkung von Board und Management

Zusätzlich zur Verbesserung der Kostensituation und der Marktchancen von Dialog wurden im Verlaufe des Geschäftsjahres 2006 beträchtliche Anstrengungen unternommen, um das Wissen und die Erfahrungen des leitenden Managements von Dialog noch weiter auf die Geschäftsziele auszurichten.

Dialog hat eine Reihe von wichtigen Personalbesetzungen im Verlauf des Jahres vorgenommen. Zunächst wurde im Oktober Jean-Michel Richard als CFO des Unternehmens berufen. Er hat die Aufgabe übernommen, die Unternehmens-und Kostensenkungsinitiativen von Dialog zu unterstützen und zu beschleunigen. Im Verlauf des Jahre 2006 hat Dialog Udo Kratz, Manoj Thanigasalam und Jürgen Friedel als Leiter der Business Units ernannt. Zielsetzung ist die Straffung der Produktlinien von Dialog und eine stärkere Ausrichtung auf die Wachstumsmärkte.

2006 wurden ebenfalls vier neue Non-Executive Directors im Board of Directors begrüßt: Peter Weber, Chris Burke, Russ Shaw und Peter Tan. Ihre gesammelte Erfahrung in den Bereichen Marketing, dem Wireless Sektor und in der Region Fernost wird dem Geschäft und dem Wachstum im Jahr 2007 zugute kommen.

FINANZERGEBNISSE

Die Umsätze im 4. Quartal 2006 lagen bei 10,5 Mio. EUR (Q4 2005: 39,2 Mio. EUR); Dialog hat für das Quartal einen Nettoverlust von 7,0 Mio. EUR (Q4 2005: 21,9 Mio. EUR) verzeichnet. Dieser Nettoverlust enthält Aufwendungen von 133.000 im Zusammenhang mit einer strategischen Restrukturierung sowie 565.000 aus Währungskursverlusten auf Grund des schwächeren Dollars. Das Unternehmen hat zusätzlich im 4.Quartal 61.000 im Zusammenhang mit der Insolvenz der BenQ Mobile GmbH verbucht und kann bestätigen, dass - wie vorhergesagt - keine weiteren Risiken hieraus bestehen.

Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2006 beliefen sich auf 71,3 Mio. EUR, ein Rückgang gegenüber 129,4 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Rückgang wurde zum Teil durch die strategischen Entscheidungen im Verlauf des Jahres verursacht, mit denen sich das Unternehmen auf nachhaltige, profitable Wachstumsbereiche konzentriert hat und teilweise dadurch, dass unvorhersehbare Faktoren wie die Verzögerung der Marktumstellung von 2G-auf 3G-Produkte eingetreten sind. Ferner ist die Schließung der BenQ Mobile



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