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Marseille-Kliniken: Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2003/2004

Marktkonsolidierung in der Rehabilitation drückt Gesamtergebnis


Die Marseille-Kliniken AG hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2003/04 um 5% auf 200,1 Mio. EUR (Vorjahr: 191,1 Mio. EUR) gesteigert. Das Ergebnis nach DVFA/SG (HGB) lag im Geschäftsjahr bei 7,5 Mio. EUR gegenüber 8,5 Mio. EUR im Vorjahr. Je Aktie entspricht dieses einem Ergebnis von 0,62 EUR (Vorjahr: 0,70 EUR). Nach IFRS ergibt sich im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis nach DVFA/SG von 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR).

Grund für den Ergebnisrückgang im Konzern war die konjunkturell bedingt rückläufige Nachfrage in der Rehabilitation, der sich auch die Marseille-Kliniken AG nicht entziehen konnte. Das Segment schloss bei einer Auslastung von 76,6% (Vorjahr: 83%), insbesondere hervorgerufen durch die fünf psychosomatischen Kliniken, mit einem Umsatz von 53,1 Mio. EUR (Vorjahr: 61,7 Mio. EUR) und einem Verlust von -4,0 Mio. EUR (Vorjahr: -1,7 Mio. EUR). Die Konzernauslastung verringerte sich damit von 92,1% auf 90,0%. Das negative operative Ergebnis der Rehabilitation, die darüber hinausgehenden außerordentlichen Wertberichtigungen auf Vermögenswerte sowie Sozialplan-Verpflichtungen in diesem Bereich haben maßgeblich das mit - 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 13,6 Mio. EUR) negative Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hervorgerufen.

Dagegen entwickelten sich im Kernsegment Pflege, in dem 76 % der Gesamtbetten-Kapazität vorgehalten wird, der Umsatz und das Ergebnis weiterhin positiv. Mit 147,0 Mio. EUR erzielte die Marseille-Kliniken AG in diesem Segment ein Wachstum von 18,7 Mio. EUR gegenüber 128,3 Mio. EUR Umsatz im Vorjahr. Das Ergebnis nach DVFA/SG (HGB) konnte von 10,2 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf jetzt 11,5 Mio. EUR gesteigert werden. Die Auslastungsquote lag mit 94,3% aufgrund von Umbaueinrichtungen nur unwesentlich unter der Auslastung von 95,4% des Vorjahres. Der Ausbau des Pflegesegments wird weiter vorangetrieben. Im Berichtsjahr wurde eine weitere Einrichtung eröffnet. Damit stieg die Gesamtzahl der Einrichtungen im Konzern von 57 auf 58, die Bettenzahl von 7.261 auf 7.512. Drei weitere Einrichtungen mit insgesamt 550 Betten befinden sich derzeit im Bau.

Die Marseille-Kliniken AG betrachtet die Ergebnisentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres als eine temporäre Entwicklung und hält deshalb an der aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik fest. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von 0,40 EUR je Aktie zu beschließen.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (01.07.-30.09.2004) ist der Konzernumsatz bedingt durch die Entwicklung in der Rehabilitation um 0,5 Mio. EUR auf 50,8 Mio. EUR (Vorjahr: 51,3 Mio. EUR) zurückgegangen. Im Kernsegment Pflege stieg der Umsatz um 1,5 Mio. EUR auf 37,2 Mio. EUR (Vorjahr: 35,7 Mio. EUR). Im Bereich Rehabilitation ist der Umsatz um 2,0 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR) gesunken. Obwohl die Konzernauslastung im Gegensatz zum Vorjahresquartal von 91,4% auf 90,1% zurückging, liegt das Gesamtergebnis nach DVFA/SG (IFRS) mit 3,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis je Aktie betrug im 1. Quartal 0,26 EUR (Vorjahr: 0,26 EUR).

Das Ergebnis spiegelt nach Unternehmensangaben die hohe Ertragskraft des Pflegesegments wider. In diesem Segment konnte das Ergebnis erneut um 0,6 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR gesteigert werden. Der Rehabilitationsbereich ist nach wie vor durch die konjunkturelle Lage und den Marktbereinigungsprozess belastet. Das Ergebnis ist mit - 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: - 0,1 Mio. EUR) weiterhin negativ. Insgesamt kompensiert das wachsende und ertragsstarke Kernsegment Pflege die gegenüber dem Vorjahr deutlich schwächere Entwicklung in der Rehabilitation.


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